Elektrogeräte
Besitzer von Altgeräten sind verpflichtet, diese zu den vorgesehenen Sammelstellen zu bringen oder bei einer entsprechenden Sammlung bereitzustellen.
Mit diesem kleinen persönlichen Aufwand bewirken Sie einen hohen Nutzen für die Umwelt: Sie helfen mit, dass wertvolle Rohstoffe recycelt und Schadstoffe gezielt behandelt werden können.
Nutzen Sie auch die Möglichkeiten zur Reparatur und vermeiden Sie Abfälle, indem Sie noch funktionsfähige Geräte zur Wiederverwendung weitergeben!
- Die Kennzeichnung
- Welche Geräte sind laut Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) von der KreisAbfallWirtschaft anzunehmen?
- Welche Möglichkeiten zur Entsorgung von Elektrogeräten werden im Landkreis Hameln-Pyrmont angeboten?
- Besondere Hinweise für Gewerbebetriebe
- Kontakt
- Was bringt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) für die Umwelt?
- Beispiele für den Nutzen der getrennten Erfassung
- Verwertung von Altgeräten
Die Kennzeichnung
Neue Elektrogeräte werden künftig mit diesem Zeichen gekennzeichnet –
sie sind bei kommunalen Sammelstellen oder freiwilligen Rücknahmesystemen abzugeben!
Für die Annahme der Geräte aus privaten Haushalten muss jeder öffentlich-rechtliche Entsorger - im Landkreis Hameln-Pyrmont ist dies die KreisAbfallWirtschaft - eine Annahmestelle einrichten.
Welche Geräte sind laut Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) von der KreisAbfallWirtschaft anzunehmen?
Die Entscheidung, ob ein Elektro- oder Elektronikgerät auch ein Gerät im Sinne des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes ist, ist in manchen Fällen nicht leicht. So sind z. B. Nachtspeicheröfen, Ölradiatoren, Autoradios, Musikinstrumente ohne Elektronik, Lüftungs-, Klima- und Solaranlagen, Glühlampen aus Haushalten, implantierte oder infektiöse Medizinprodukte wie z. B. Dialysegeräte keine Geräte im Sinne des ElektroG. Diese Geräte gehören nicht in die Elektroschrottsammlung! Teile wie z. B. Glühbirnen oder ein Musikinstrument ohne Elektronik können weiterhin als Hausmüll entsorgt werden.
Zu den Elektro- und Elektronikgeräten, die künftig von der KreisAbfallWirtschaft kostenfrei angenommen werden, gehören alle Geräte, die
- zu ihrem Betrieb Strom benötigen (Steckdose, Batterie, Akku) und
- aus privaten Haushalten stammen oder
- aus einem Gewerbebetrieb stammen, soweit Art und Anzahl der Geräte mit denen aus privaten Haushalten vergleichbar sind.
Welche Möglichkeiten zur Entsorgung von Elektrogeräten werden im Landkreis Hameln-Pyrmont angeboten?
- Groß-und Kleingeräte können über den Sperrmüll entsorgt, oder bei den Schadstoffsammelstellen (außer in Hameln!) oder beim Entsorgungspark Hameln angeliefert werden.
- Leuchtstoffröhren/Energiesparlampen werden weiterhin an den Schadstoffsammelstellen angenommen.
- Nachtspeicheröfen dürfen nicht in Eigendemontage entsorgt werden! Hinweise zur sachgerechten Entsorgung erhalten Sie bei Ihrem Elektriker oder der Handwerkerinnung.
Besondere Hinweise für Gewerbebetriebe
- Soweit Elektro- und Elektronikgeräte in gleicher Art und Menge wie in Privathaushalten auch in Gewerbebetrieben anfallen, können diese Geräte ebenfalls kostenlos auf dem Entsorgungspark Hameln abgegeben werden.
- Ab dem 24.03.06 werden auch Elektro(nik)geräte aus privaten Haushalten, die zum Beispiel von Händlern angeliefert werden (wie Herd, Waschmaschine, Kühlschrank, Fernsehgerät) auf dem Entsorgungspark Hameln kostenfrei angenommen. Eine Anlieferung von mehr als 20 Elektro(nik)geräten bedarf allerdings der vorherigen Abstimmung mit der KreisAbfallWirtschaft.
- Gewerbetreibenden, die künftig in ihren Betrieben anfallende Elektro- und Elektronikgeräte ebenso umweltgerecht wie Privathaushalte entsorgen möchten, wird am Entsorgungspark Hameln weiterhin eine Entsorgungsmöglichkeit angeboten. Sprechen Sie uns an!
Kontakt
Was bringt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) für die Umwelt?
Wenn Sie Altgeräte einer getrennten Sammlung zuführen, entlasten Sie die Umwelt in doppelter Weise: Erstens helfen Sie, Ressourcen zu sparen und zweitens tragen Sie dazu bei, den Schadstoffgehalt im Restmüll deutlich zu verringern. Elektroaltgeräte gehören bisher zu den größten Verursachern der Schadstoffbelastung des Hausmülls mit Blei, Cadmium und Quecksilber.
- Wiederverwendung von Altgeräten
Die Innovationszyklen von Elektrogeräten werden immer kürzer. So werden häufig Geräte ausrangiert, obwohl sie viel zu schade für den Müll sind. Geben Sie diese zur Wiederverwendung weiter - an Freunde, an entsprechende Händler, an Initiativen in Ihrer Kommune oder an wohltätige Einrichtungen. Wenden Sie sich vor allem bei EDV-Geräten, Unterhaltungselektronik und großen Haushaltsgeräten an so genannte Re-Use-Initiativen, die sich auf die Weiterbenutzung gebrauchter Geräte spezialisiert haben. Auch ein Inserat in Ihrer Lokalzeitung, ein Aushang im Verbrauchermarkt oder ein Angebot in einer Internetbörse sind Möglichkeiten zur Wiederverwendung. - Verwertung von Altgeräten
Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz schreibt vor, dass pro Einwohner und Jahr im Durchschnitt mindestens 4 KIlogramm Elektro-Altgeräte getrennt gesammelt werden sollen. Soweit die Geräte oder einzelne Bauteile nicht wieder verwendet werden, müssen je nach Gerät 50 bis 80 Prozent stofflich verwertet, das heißt recycelt werden.
Die unsachgemäße Entsorgung von Elektro-Altgeräten gefährdet Mensch und Umwelt!
Elektrogeräte bestehen aus circa 1.000 verschiedenen Substanzen; darunter sind wertvolle Rohstoffe wie Kupfer oder Aluminium, gleichzeitig aber auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei, Quecksilber und polybromhaltige Flammschutzmittel. Mit dem ElektroG wird der Einsatz dieser Stoffe in Neugeräten stark eingeschränkt. In einigen Bauteilen jedoch kann heute auf ihre Verwendung noch nicht verzichtet werden. Zudem haben Elektrogeräte eine relativ lange Lebensdauer, so dass die derzeit zurückkommenden Altgeräte häufig noch erhebliche Mengen der Schadstoffe enthalten.
Beispiele für den Nutzen der getrennten Erfassung:
Leuchtstoffröhren benötigen nur wenig Energie und sind sehr langlebig. Sie enthalten jedoch Quecksilber. Deshalb müssen die Altröhren getrennt von anderen Abfällen und unbeschädigt erfasst werden. Auf diese Weise wird vermieden, dass Quecksilberdämpfe in die Umwelt entweichen. Nur durch eine ordnungsgemäße Entsorgung kann das Quecksilber kontrolliert entfernt und das Altröhrenglas verwertet werden.
90 Prozent der heute anfallenden Altkühlschränke enthalten Stoffe, die die Ozonschicht schädigen. Infolgedessen müssen Kühlgeräte in speziellen Anlagen behandelt werden. Bei der Verwertung von Kühlschränken werden die problematischen Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) abgesaugt und sicher entsorgt. Metalle und Kunststoffe werden recycelt. Fluorchlorkohlenwasserstoffe-freie Dämmstoffe können z. B. als Ölbindemittel wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden.
Ab dem 24. März 2006 werden alle neuen Elektrogeräte mit dieser „durchgestrichenen Abfalltonne auf Rädern“ gekennzeichnet:Das Symbol weist Sie darauf hin, dass dieses Gerät nicht über den Hausmüll (Graue Tonne, gelbe Tonne, Biotonne, Papier oder Glas) entsorgt werden darf sondern bei den kommunalen Sammelstellen oder freiwilligen Rücknahmensystemen abzugeben ist.
Verwertung von Altgeräten
Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz schreibt vor, dass pro Einwohner und Jahr mindestens 4 kg Elektro-Altgeräte getrennt gesammelt werden sollen. Bei einer vierköpfigen Familie sind das 16 kg jährlich. Zum Vergleich hier die Durchschnittsgewichte einiger Geräte: Kleingeräte wie Toaster oder Kaffeemaschinen wiegen durchschnittlich etwa 1,2 kg, schwerere Notebooks ungefähr 4 kg, Staubsauger knapp 9 kg, Monitore und PCs jeweils etwa 15 kg und Haushaltsgroßgeräte bis ca. 90 kg. In einem Haushalt mit typischer Geräteausstattung kommt ein stattliches Gewicht von über 370 kg zusammen.
Soweit die Geräte oder einzelne Bauteile nicht wieder verwendet werden, müssen je nach Gerät 50 bis 80 Prozent stofflich verwertet, das heißt recycelt werden. Die Geräte werden in verschiedene Fraktionen – wie Metalle, Glas, Kunststoffe u. a. getrennt und in den jeweiligen Rohstoffkreislauf zurückgeführt. Entsprechend weniger Ressourcen werden für die Herstellung von Primärstoffen in Anspruch genommen.
Beispielsweise gewinnt man aus 14 Tonnen Elektroaltgeräten durchschnittlich etwa eine Tonne Kupfer. Um die gleiche Menge des Metalls aus Bergwerken zu schürfen, müssen bis zu 1000 Tonnen Gestein bearbeitet werden. Das Recycling entlastet also die Umwelt.

