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Wirtschaftliche Jugendhilfe

Die Wirtschaftliche Jugendhilfe trägt in Zusammenarbeit mit dem Sozialen Dienst dazu bei, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten und zu schaffen. Sie finanziert Einzelfallmaßnahmen der Jugendhilfe nach dem achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) und stellt sicher, dass die zustehenden sogenannten Ersatzleistungen und Kostenbeiträge eingehen.

Es werden finanziert:

  • Gebühren und Beiträge für Kindergärten,-horte und Kinderkrippen

    in den Fällen, in denen den Eltern die Übernahme dieser Kosten nicht zuzumuten ist.
    Dies ist dann der Fall, wenn das Einkommen einen bestimmten individuell errechneten Betrag unterschreitet. Bei einer geringfügigen Überschreitung, kommt eine teilweise Übernahme in Betracht. Gleiches gilt für die Kosten der Tagespflege.
  • die sogenannten „Hilfen zur Erziehung“ und Leistungen der Eingliederungshilfe für seelisch Behinderte junge Menschen

    Es handelt sich hierbei z. B. um die Unterbringung in Einrichtungen, Pflegestellen oder auch um ambulante Maßnahmen wie Erziehungsbeistandschaft oder Sozialpädagogische Familienhilfe.

Bei Leistungen, bei denen das Jugendamt auch für den Lebensunterhalt aufkommt (Pflegestellen, Heimerziehung) wird ein sogenannter Kostenbeitrag von den Eltern erhoben, der sich nach deren Einkünften richtet. Dies gilt auch für einige teilstationäre Leistungen (z. B. Tagesgruppen, Betreuung und Versorgung von Kindern in Notsituationen).

Ein weiterer Bestandteil der wirtschaftlichen Jugendhilfe ist der Unterhaltsvorschuss:

Kinder bis 12 Jahre, die von dem Elternteil, bei dem sie nicht leben, keinen oder keinen regelmäßigen Unterhalt bekommen, können Unterhaltsvorschuss erhalten. Diese Leistung erfolgt von der Unterhaltsvorschussstelle, die dann auch den unterhaltspflichtigen Elternteil zu Zahlungen heranziehen wird.