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26.06.2018

Bereits zum Jahreswechsel werden die ersten Haushalte in den Genuss des schnellen Glasfasernetzes kommen

Das Vergabeverfahren zum langersehnten Breitbandausbau neigt sich dem Ende entgegen. Einstimmig wurde heute im Kreistag beschlossen, dass der Landkreis Hameln-Pyrmont das Unternehmen htp GmbH aus Hannover mit der Umsetzung beauftragen wird. Sofern es keine Verfahrensrügen gibt, wird Anfang Juli der Vertrag zwischen dem Landkreis Hameln-Pyrmont und dem künftigen Anbieter erfolgen.

Die Beauftragung umfasst dann die Planung und den Bau des Netzes ebenso wie die anschließende Pacht und den Betrieb des Netzes. Dies ist elementar wichtig, für die schnelle Umsetzung und war seinerzeit einer der Gründe, warum auf die Bundesförderung in Höhe von 15 Millionen Euro verzichtet wurde."Eine Entscheidung, die sich auch rückblickend als goldrichtig herausgestellt hat. Wir würden sonst noch immer mitten in der Vergaben sein und hätten zudem paradoxerweise finanzielle Nachteile.", führt Landrat Tjark Bartels aus"

"Nach einem langen und intensiven Vergabeverfahren ist es gelungen, das Beste für unsere Bürgerinnen und Bürger rauszuholen: schnelles und zukunftsfähige Glasfaseranbindung direkt an die 14 709 als unterversorgt geltende Haushalte zu einem mehr als vernünftigen Preis." zeigt sich Bartels zufrieden.

Als unterversorgt gelten die Bereiche, die derzeit mit weniger als 30 Mbit versorgt sind. Gerne hätte der Landkreis auch die Bereiche gleich mitversorgt, die derzeit über der Schwelle von 30 Mbit liegen. Dies ist der öffentlichen Hand jedoch untersagt. Aber: Es gibt Hoffnung. Ist das Glasfasernetz erst einmal in der Nähe, steigen die Chancen, dass der Anbieter die Bereiche aus eigenem Antrieb heraus gleich oder später mitversorgt.

Gesetzt wird beim Ausbau auf die derzeit bestmögliche verfügbare Technik: Das sogenannte FTTH-Verfahren. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass das Glasfaserkabel bis in die Wohnung führt und nicht wie bei anderen Verfahren auf das althergebrachte Kupferkabel mündet und es somit keinerlei Verluste in der Bandbreite gibt.
Dazu werden vier Fasern pro Hausanschluss unter dem Technikansatz "Point to Point" (also kein "Teilen" der Leitung mit anderen Teilneh­mern) verlegt, die problemlos die Versorgung nicht nur mit Gigabit-Geschwindigkeit (1000 MBit) sondern theoretisch sogar mit 100 GBit ermöglicht. Mit diesem Leistungsangebot erhalten die Kunden im Kreisgebiet das beste nach heutigem technischen Stand verfügbares Breitbandnetz, das auch zukünftigen Anforderungen mehr als genügen kann.
Zum Vergleich: Ein schneller Internetanschluss der Telekom hat unter guten Bedingungen derzeit ca. 100 Mbit.

Aber nicht nur bezüglich der eingesetzten Technik, auch in Bezug auf die künftige Preisgestaltung setzt der Landkreis Hameln-Pyrmont mit seinem Netzausbau neue Akzente: Exemplarisch sei hier für Privatkunden das Produkt 1 mit mindestens 50 Mbit symmetrisch (50 Mbit sowohl im Download als auch im Upload) genannt, das zu einem Preis von 34,95 EUR brutto angeboten werden wird.

In einem nächsten Schritt wird es Ende Juli wird es dann genauere Informationen  zu den einzelnen Ausbaugebieten, Bandbreiten, Preisen etc. geben und die Vorvermarktung kann beginnen. Denn wichtig ist jetzt, dass die Bürgerinnen und Bürger mitmachen. Nur wenn in den einzelnen Ausbaugebieten 40% der Haushalte einen Vorvertrag mit dem neuen Anbieter abschließen, kann in diesen Bereichen ausgebaut werden.

Die Ersten Anschlüsse sollen zum Jahreswechsel bereits am Netz sein, bis Ende 2020 soll das Gro der Haushalte versorgt sein.