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05.07.2018

Klinikküche erhält neue Versorgungsstruktur

Die im vergangenen Jahr durchgeführten Prozess- und Wirtschaftlichkeitsanalysen haben ergeben, dass die Fortführung der Küche wie bisher nicht zukunftsfähig ist. Ein hoher Reinvestitionsbedarf und die Einhaltung zunehmender hygienischer Vorgaben sowie der damit verbundene hohe Ressourcenverbrauch haben ergeben, dass eine moderne, bedarfsgerechte und serviceorientierte Versorgung nur im Wege einer kompletten Fremdvergabe langfristig sicher gestellt werden kann“, erklärt Marco Kempka, Geschäftsführer des Sana Klinikums Hameln Pyrmont. Von der geplanten Neustrukturierung der Klinikküche, und der damit verbundenen Vergabe der tertiären Dienstleistung an die Sana Tochter Sana-Catering-Service GmbH, waren, wie Sana im Herbst 2017 mitteilte, 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen.

„Wir haben im Vorfeld in persönlichen Gesprächen mit betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, um Kündigungen zu vermeiden. Vielen wurde ein Übernahmeangebot des neuen Dienstleisters gemacht, verbunden mit einer Wechselprämie, die einen Einkommensausgleich schafft. Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dieses Angebot angenommen oder haben Aufhebungsverträge bzw. einen Altersteilzeitvertrag mit uns geschlossen. Von einer Kündigung zum 31. Dezember 2018, verbunden mit einer Abfindungszahlung, sind nunmehr 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitseinrichtung betroffen, darunter Zehn aus der Küche und Sechs aus anderen Bereichen der Gesundheitseinrichtung“, so Norbert Reelsen, Personalleiter des Klinikums.

Vor einer betriebsbedingten Kündigung ist gemäß dem geschlossenen Sozialplan eine Sozialauswahl zu treffen, die nach Kriterien des Kündigungsschutzgesetzes erfolgt. Dabei werden unter anderem Beschäftigungsjahre, Lebensalter, Unterhaltspflichten und Schwerbehinderungen berücksichtig. Bei dieser aus arbeitsrechtlicher Sicht unabdingbaren Sozialauswahl sind auch andere vergleichbare Berufsgruppen der Gesundheitseinrichtung mit einzubeziehen, um eine soziale Benachteiligung einzelner Mitarbeiter zu vermeiden.

„Wir als Landkreis haben in der Gesellschafterversammlung gegen die Ausgliederung der Küche gestimmt. Aber natürlich akzeptieren wir die Mehrheitsentscheidung in dieser Sache. Unternehmensleitung und Betriebsrat haben sich in der Folge auf ein sozialverträgliches Vorgehen geeinigt, das ich sehr begrüße. Die verbleibenden außerordentlichen Kündigungen bedauere ich sehr, nicht wenige davon betreffen die schwächsten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Bemühungen von Betriebsrat und Krankenhausleitung zu weiteren Lösungen unterstütze ich jedoch“, sagt Landrat Tjark Bartels.

Wie gestaltet sich die zukünftige Versorgung unter dem neuen Dienstleister?

Die künftige Verpflegung übernimmt die Sana-Catering-Service GmbH. Diese betreibt im gesamten Bundesgebiet seit mehr als zehn Jahren spezielle High-Convenience-Küchen für die Sana Kliniken AG beziehungsweise deren Tochtergesellschaften. Die speziellen Anforderungen der Häuser werden jeweils berücksichtigt. Das Frühstück und Abendessen wird als fertiges Menü angeliefert. Das Mittagessen wird ebenfalls vorbereitet angeliefert, jedoch weiterhin portioniert und anschließend auf die Stationen gebracht. In speziellen Servierwagen werden die tablettierten Menüs anschließende auf der Station fertig gegart und frisch verteilt.