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14.05.2019

Landrat Tjark Bartels befürwortet Beauftragung des Landespräventionsrats

Die Vereinbarung der Koalitionsfraktionen im niedersächsischen Landtag von Freitag, wonach die Strukturen in der staatlichen Jugendhilfe durch den Landespräventionsrat aufgearbeitet werden sollen, trifft beim Landkreis Hameln-Pyrmont auf große Zustimmung. Neben der Suche nach Fehlern im System wird die Befassung mit generellen Fragestellungen von Landrat Tjark Bartels sehr begrüßt.

Unverzüglich nach Bekanntwerden der Missbrauchsfälle von Lügde hat der Landkreis Hameln-Pyrmont detailliert und transparent informiert, intern die Abläufe und Akten überprüft sowie Fehler eingeräumt und Konsequenzen ergriffen.

Demzufolge wurde bereits die Aufstockung des Personals im Jugendamt und darüber hinaus die Einrichtung einer sog. §8a-Revision beschlossen, die einen externen Blick gewährleisten soll.

„Parallel dazu haben wir Ideen und Lösungen entwickelt, um Missbrauch viel früher zu entdecken und Kinder zu stärken. Unser entstehendes  Präventionskonzept wird einen wichtigen Beitrag mit nachhaltiger Wirkung für alle mit Kinderschutz betrauter Arbeit liefern, um Kinder vor allem angstfrei  sprechfähig zu machen“, erklärt Landrat Tjark Bartels.

Bereits Ende März hat die erste Sitzung der Projektgruppe stattgefunden, zu der neben Mitarbeitenden der Kreisverwaltung auch Mitglieder des Jugendhilfeausschusses und des Netzwerkes Kinderschutz gehören. Zu den Zielen der gemeinsamen Arbeit und damit des Präventionskonzeptes zählen  u. a. die Stärkung von Kindern, Jugendlichen und Eltern sowie die Verbesserung der Kompetenzen von Fachkräften in der Einschätzung sexualisierter Gewalt und in der Kenntnis über Strukturen und Verfahren im Helfersystem.

Die hier ergriffenen Maßnahmen könnten aus Sicht von Bartels auch für die Arbeit des Landespräventionsrates hilfreich sein und deshalb „stehen wir jederzeit für eine Zusammenarbeit auch gern zur Verfügung“, betont Bartels.

Eine erste Kontaktaufnahme hat heute bereits von Seiten der Kreisverwaltung stattgefunden. Ob das Angebot in Hannover angenommen wird bleibt abzuwarten.