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25.11.2021

Umweltamt deckt Gewässerverunreinigung auf

Das Umweltamt des Landkreises Hameln-Pyrmont hat gestern (24.11.2021) bei einer jährlich wiederkehrenden stichprobenhaften Gewässerbegehung eine Gewässerverunreinigung im Coppenbrügger Bach und im Gelbbach aufgedeckt. Auf einer Länge von ca. 350 m wurde die Ausbreitung eines weißlich-gräulich gefärbten Abwasserpilzes festgestellt, der die Gewässersohle des Coppenbrügger Baches vollständig überdeckte.

Auf der Suche nach der Entstehung der Gewässerverunreinigung wurde eine Einleitungsstelle in den Coppenbrügger Bach lokalisiert, die auf Abläufe einer Biogasanlage hindeutet. Als Ursache für die vorgefundene Gewässerverunreinigung wird ein nicht ordnungsgemäßer Betrieb der Biogasanlage vermutet. Umgehend wurde daraufhin die zuständige Polizeidienststelle informiert, da der Verdacht einer Straftat nicht auszuschließen war. Zudem wurde unverzüglich ein Sachverständiger mit der Begutachtung und Bewertung der Auswirkungen der Gewässerverunreinigung vom Landkreis beauftragt, der noch am selben Tag mit den erforderlichen Untersuchungen begonnen hat. Die zuständige Fischereigenossenschaft wurde als potenziell Geschädigter ebenso informiert, wie die für die Genehmigung und Überwachung der Biogasanlage zuständige Behörde. Eine entsprechende Überprüfung der Anlage durch einen technischen Sachverständigen auf ordnungsgemäßen Betrieb ist von der zuständigen Aufsichtsbehörde angeordnet worden. Um einen weiteren Eintrag von kontaminiertem Wasser in den Coppenbrügger Bach zu unterbinden, wurde vom Umweltamt im Rahmen der Gefahrenabwehr angeordnet, das verunreinigte Wasser aus dem Regenrückhaltebecken abzupumpen, den Ablauf der Biogasanlage mit einer Blase zu verschließen sowie die betroffene Leitung zu spülen. Zur Verifizierung der Schadensursache und des Schadensbildes werden derzeit umfangreiche Untersuchungen durch Sachverständige durchgeführt. Es werden auch potentielle Auswirkungen des Umweltschadens auf den Gelbbach und schließlich auch auf das FFH-Gebiet Hamel in den Untersuchungsumfang in Abstimmung mit den zuständigen Behörden (u.a. Untere Naturschutzbehörde, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in den Untersuchungsumfang mit einbezogen. Sofern durch den Umweltschaden gutachterlich begründete und erforderliche Sanierungsmaßnahmen durch den Verursacher erforderlich werden, werden diese in Abstimmung mit den Fachbehörden und den Geschädigten durch die Kreisverwaltung angeordnet und überwacht.