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18.11.2020

Winterlinde für den Landkreis Hameln-Pyrmont

Nicht irgendein Baum, sondern eine Winterlinde, und damit der Baum des Jahres 2016, wurde heute von Landrat Dirk Adomat auf dem Gelände des Kreishauses eingepflanzt.  Andreas Manz, Leiter des Dezernates für Wirtschaft und Umwelt, und Wirtschaftsförderin Bettina Remmert haben die Winterlinde aus Berlin mitgebracht, wo das Landkreisbündnis Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden für die vorbildliche Arbeit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative am 29. September 2020 vom Bund ausgezeichnet wurde.

Mit dem Förderprogramm Masterplan „100% Klimaschutz“ unterstützt das Bundesumweltministerium Kommunen, die bis zum Jahr 2050 ihre Treibhausgasemissionen um 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 und ihren Energieverbrauch um 50 Prozent senken wollen. Das Landkreisbündnis wurde von 2016 bis Juli 2020 vom Bund bei der Umsetzung der Klimaziele unterstützt.

Nur 22 Kommunen hatten sich deutschlandweit für die Förderkulisse qualifiziert. Bei einem Gesamtvolumen von 916.000 Euro flossen 775.000 Euro an Fördermitteln direkt in die Weserregion, dazu kamen eigene Haushaltsaufwendungen der Kommunen, die sie in die Umsetzung einzelner Klimaschutzmaßnahmen investierten.

Seit der Fertigstellung des Masterplankonzeptes im Juni 2017 sind mittlerweile rund Zweidrittel der 87 Maßnahmen in der Umsetzung. Dazu gehört als Grundlage die Verstetigung der Klimaschutzarbeit, die Entfristung der Masterplanmanagerstellen in Schaumburg und Holzminden sowie der Beschluss zu Gründung einer eigenen Energieagentur in Schaumburg.

Im Landkreis Hameln-Pyrmont wurde eine weitere halbe Personalstelle im Bereich Klimaschutz eingerichtet. Schwerpunkte der Umsetzung sind die unabhängigen Beratungen zur Gebäudesanierung, zum Thema Heizung und Solarenergienutzung, wie auch die Impulsberatungen, die Beratung zur Erstellung von energetischen Quartierskonzepten und die Fördermittelberatungen durch die Klimaschutzagentur Weserbergland und die Klimaschutzleitstelle in Schaumburg.

In der Kreisverwaltung Holzminden wurde ein betriebliches Mobilitätsmanagement eingeführt. In Schaumburg, Hameln und Holzminden haben sich E-Mobilitätsstammtische bzw. Expertengruppen zur Nachhaltigen Mobilität gegründet, die regelmäßig zusammenkommen.

Zurzeit erarbeitet der Landkreis Hameln-Pyrmont ein Konzept zur „Klimafreundlichen Mobilität im ländlichen Raum“. Der Landkreis Schaumburg wurde als „Hystarter Wasserstoffregion in Deutschland“ anerkannt.

In Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur Weserbergland und den Volkshochschulen wurden Bildungs- und Fortbildungsangebote für Bürger und Erzieher zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz entwickelt und Unternehmensnetzwerke zur Energie- und Ressourceneffizienz gegründet. Mir der HAKS, der „Handwerkerausbildung für den Klimaschutz“, ist eine Qualifizierungsoffensive für Gewerke übergreifendes, klimafreundliches Handeln für Ausbildungspersonal und Auszubildende geschaffen worden. Im Rahmen des Fachkräftebündnisse Weserbergland hat die Klimaschutzagentur Weserbergland im Rahmen der Kampagne „Sonnenzeit“ eine Schulungsreihe zur Solarenergie durchgeführt.

Highlights der Zusammenarbeit waren auch die Entwicklung eines Solarportals Weserbergland und die Herausgabe eines Klimasparbuches für die Region. 

Das Landkreisbündnis Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden sieht Klimaschutz nicht nur als Möglichkeit für Energieeinsparungen und einer nachhaltigen Entwicklung, sondern auch als Potential, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu steigern und gleichzeitig zu einem regionalen Wachstums- und Wertschöpfungsmotor zu werden.

„Während des Projektzeitraums, der nun seit Juni beendet ist, konnten bereits viele Maßnahmen und Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden und unsere Arbeit wurde dafür mit der Auszeichnung und einer Winterlinde belohnt. Doch Klimaschutz ist eine Jahrhundertaufgabe. Die Arbeit muss kontinuierlich und Kreisgrenzen übergreifend fortgesetzt werden, um die hoch gesteckten Ziele zu erreichen“, betont Landrat Dirk Adomat.

Aufgrund der aktuellen Situation hat die Pflanzaktion unter Ausschluss der Öffentlichkeit sowie ohne Vertreter der Landkreise Holzminden und Schaumburg stattgefunden.