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19.01.2026

»Raser des Jahres« war 82km/h zu schnell

Landkreis zieht Bilanz bei der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung

Im Landkreis Hameln-Pyrmont wird der fließende Verkehr mit einer mobilen Anlage sowie mit zwei semi-mobilen Anlagen, den sog. Trailern gemessen. Zusätzlich werden Geschwindigkeitsüberschreitungen und Rotlichtverstöße seit Ende letzten Jahres auch mit einer kombinierten Anlage festgehalten.

Für 2025 wurden dabei folgende Fallzahlen pro Gerät erfasst:

Mobil                                                                           =          14.054

Trailer                                                                          =          39.749

Kombinierte Anlage Rotlicht

seit 26.11.25 Geschwindigkeit und                                  =        837 Geschwindigkeitsverstöße

seit 17.12.25 Rotlicht                                                     =          57 Rotlichtverstöße

Ermittelt wurden auch die drei Messorte im Landkreis Hameln-Pyrmont mit der Anzahl der durchschnittlich höchsten Verstöße. Dabei handelt es sich um

  1. B 1/Wangelister Straße (Hameln) mit durchschnittlich 192 Verstößen pro Tag
  1. B217/Hachmühlen (Bad Münder)  mit durchschnittlich 112 Verstößen pro Tag
  1. B1/B83 Pyrmonter Straße (Hameln) mit durchschnittlich 103 Verstößen pro Tag

Im Zusammenhang mit der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung wurden im letzten Jahr 246 Fahrverbote verhängt.

Insgesamt wurden im Zuständigkeitsbereich des Landkreises jedoch 460 Fahrverbote aufgrund erheblicher oder wiederholter Verkehrsverstöße durch die Bußgeldstelle ausgesprochen, dazu zählen bspw. Tatbestände wie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und unerlaubte Nutzung eines mobilen Telefons.

Die höchste verhängte Geldbuße im Rahmen einer Geschwindigkeitsüberschreitung belief sich auf 2.000,00 €. Insgesamt belaufen sich die Einnahmen für den Bereich „kommunale Geschwindigkeitsmessungen“ für den Landkreis Hameln-Pyrmont auf rund 2,4 Millionen Euro.

Der Raser des Jahres und damit der schwerwiegendste Verstoß wurde in der Bahnhofstraße in Bad Pyrmont gemessen: Die dort erlaubte Geschwindigkeit von 50km/ wurde um 82 km/h überschritten, d. h. die Person war mit 132 km/h (!) innerorts unterwegs.

„Insgesamt kann anhand der Datenlage für das Jahr 2025 jedoch festgestellt werden, dass die Geschwindigkeitsverstöße im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind“, sagt Jana Seyfarth, Leiterin des Straßenverkehrsamtes.

So wurden mit den semi-mobilen Anlagen (Trailern) 2024 je Einsatztag im Schnitt 88 Verstöße erfasst. 2025 sank diese Zahl auf durchschnittlich rund 68 Verstöße pro Einsatztag, und damit um 23,3%. „Das lässt den Schluss auf eine nachhaltige Verhaltensänderung und damit auf einen Gewinn an Verkehrssicherheit zu“, erklärt die Amtsleiterin.

Mit Blick auf die Einnahmen in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro ist zu berücksichtigen, dass diesem Betrag durchaus Ausgaben für Personal sowie Miete, Wartung und Versicherung der Fahrzeuge bzw. der Anlagen gegenüberstehen und daher keineswegs einen 100%igen Einnahmeposten darstellen.