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10.05.2019

Altablagerung in Hastenbeck

Kaum bemerkt im öffentlichen Bewusstsein prüft der Landkreis Hameln-Pyrmont als zuständige Bodenschutzbehörde die Altablagerungen – häufig die früheren „Hausmüll-, Grünschnitt- und Bauschuttabladeplätze“ – auf mögliche Gefahren.

Insbesondere dort, wo die Altablagerungen im Laufe der Jahre überbaut worden sind, werden neben Boden- und ggf. auch Grundwasserproben stichprobenartig auch Bodenluftproben zur Bestimmung der Deponiegaszusammensetzung entnommen.

Im Bereich einer Altablagerung in Hastenbeck sind diese Probebohrungen kürzlich durchgeführt worden. Im Ergebnis wurde bei einer Bohrtiefe von 3 bzw. 7 m ein überdurchschnittlich hoher CO2-Wert nachgewiesen, der auf die Verrottung von eingelagerten Gartenabfällen und Pflanzenresten zurückzuführen sein dürfte. Aufgrund der angrenzenden Bebauung kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass CO2 im unmittelbaren Bereich der Ablagerung bei entsprechenden Undichtigkeiten und Wegsamkeiten aus dem Boden in Kellerräume eintreten könnte.

Nach der Bundesbodenschutzverordnung wird in einem solchen Fall die Messung der Innenraumluft empfohlen. Der Landkreis beabsichtigt deshalb, präventiv in den betroffenen Haushalten im Bereich Pommernweg und Petersburg die Innenraumluft zu messen, um ein mögliches Gefahrenpotenzial einschätzen zu können. Gegenwärtig wird nicht davon ausgegangen, dass eine gesundheitsgefährdende Konzentration von CO2 nachgewiesen werden kann. Der Landkreis Hameln-Pyrmont möchte aber durch diese Arbeiten– gerade für die Hastenbecker Bürger – Sicherheit und Transparenz über die CO2-Konzentration schaffen.

In den nächsten Tagen werden die betroffenen Haushalte angeschrieben und entsprechende Messungen angekündigt.