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24.05.2019

Angehende Mediziner kommen aufs Land

Studierende der Medizinischen Hochschule Hannover absolvieren von Ende Mai bis Anfang Juni ein zweiwöchiges Blockpraktikum im Landkreis Hameln-Pyrmont. Neben der Arbeit in den Praxen in Aerzen, Emmerthal und Salzhemmendorf sind weitere Programmpunkte geplant, um die Attraktivität Hameln-Pyrmonts als Arbeits- und Lebensort herauszustellen.

Drei Studierende der Medizinischen Hochschule Hannover wurden von Heidi Pomowski (Dezernentin Ordnung/Soziales/Gesundheit), den teilnehmenden Ärzten und der Projektverantwortlichen der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont Jacqueline Günther begrüßt. 

Im Rahmen der sogenannten Landpartie werden die Studierenden ein zweiwöchiges Praktikum in Arztpraxen für Allgemeinmedizin ableisten.

Außerhalb des Praktikums wird ein Freizeitangebot zur Verfügung gestellt, das sowohl der Unterhaltung und dem Austausch dient, aber auch Möglichkeiten alternativer beruflicher Ausrichtungen aufzeigen soll. So werden den Studierenden auch der Beruf des Badearztes und die Arbeit im Gesundheitsamt näher gebracht.

Ziel des Programmes  Landpartie ist es, Studierenden ein realistischer Einblick in die Arbeit als Allgemeinmediziner im ländlichen Raum vermittelt werden. Es ist ein Teil des Kooperationsprojektes „Praxis in Sicht“ der Gesundheitsregionen Hameln-Pyrmont und Schaumburg zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung vor Ort.

Die Niederlassung als Hausarzt in ländlichen Regionen ist vergleichsweise wenig attraktiv für Studierende. Wie in mehreren Studien ermittelt wurde, ist das negative Image häufig auf falsche Vorstellungen über die Arbeit zurückzuführen.

Aus diesem Grund rief die Medizinische Hochschule Hannover das Projekt Landpartie in Niedersachsen bereits vor mehreren Jahren ins Leben. Anfang 2019 verbrachten die ersten Studierenden ihr Blockpraktikum im Landkreis Schaumburg. Das Angebot wurde dort gut angenommen und von allen Beteiligten sehr gelobt. „Ich würde es jedem empfehlen, weil man auf jeden Fall ein gutes Praktikum hat und zudem eine schöne Zeit" fasste eine Studierende ihre Landpartie in Schaumburg zusammen.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont weist noch eine gute ärztliche Versorgung auf, was sich aufgrund der Altersstruktur der niedergelassenen Ärzte aber in den nächsten Jahren deutlich verändern wird. Im Landkreis Schaumburg sind schon jetzt mehrere Arztsitze unbesetzt. Um frühzeitig einer drohenden Unterversorgung entgegen zu wirken, ergreifen beide Landkreise gemeinsam die Initiative, Lösungsansätze zu entwickeln.