Hilfsnavigation
Sprache 


Seiteninhalt
07.02.2019

Blauzungenkrankheit auf dem Vormarsch

Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine ansteckende und anzeigepflichtige Tierseuche, die vor allem Rinder, Schafe und Ziegen befällt. Der Erreger der Blauzungenkrank-heit, das Blue-Tongue-Virus (BTV), wird durch stechende Insekten (Gnitzen) übertragen und ist für den Menschen ungefährlich.

Mit dem Ausbruch im Dezember 2018 in Baden Württemberg hat Deutschland den BTV-Freiheitsstatus verloren, weitere aktuelle BTV-Fälle wurden im Januar 2019 im Saarland und in Rheinland Pfalz registriert. Um die Ausbruchsbestände wurden Sperrgebiete im Umkreis von 150 Kilometern eingerichtet. Von den Sperrgebieten sind neben Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz auch Hessen und Nordrhein-Westfalen betroffen. Mit einer weiteren Ausbreitung von Restriktionszonen, auch nach Niedersachsen, ist zu rechnen, da mit der Zunahme von erforderlichen BTV-Untersuchungen höchstwahrscheinlich weitere BTV-Fälle registriert werden. Die Folge sind sofortige erhebliche Einschränkungen im Tierverkehr für nicht gegen BTV-geimpfte Tiere.

Zum Schutz vor klinischen Erkrankungen und zur Vermeidung von Handelsrestriktionen wird eine Impfung von Schafen, Ziegen und Rindern gegen die Blauzungenkrankheit dringend zeitnah empfohlen.

Da es sich bei der Blauzungenkrankheit  um eine anzeigepflichtige Seuche handelt, muss die Durchführung der Impfung vom zuständigen Veterinäramt genehmigt werden. Rinder, Schafen und Ziegen dürfen seit dem 23.05.2017 im Landkreis Hameln-Pyrmont mit einem zugelassenen inaktiven Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden. Eine entsprechende Allgemeinverfügung zur Genehmigung der freiwilligen vorbeugenden Schutzimpfung ist im Mai 2017 im Landkreis Hameln-Pyrmont in Kraft getreten und gilt weiterhin. Diese ist hier einzusehen.

Jede Impfung gegen die Blauzungenkrankheit muss innerhalb von 7 Tagen an die HI-Tier-Datenbank durch den Tierhalter oder einem von ihm beauftragten Dritten (z.B. Impftierarzt) gemeldet werden. Die Kosten der Impfung hat der Tierhalter in Niedersachsen selbst zu tragen, eine Beihilfe seitens der Niedersächsischen Tierseuchenkasse ist bisher nicht vorgesehen. Die Impfung ist vom Hoftierarzt durchzuführen.

Weitere Informationen sind hier erhältich

http://www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/aktuelles/blauzungenkrankheit.html

Für Rückfragen steht auch das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittel-überwachung unter der Telefonnummer 05151/9032514 zur Verfügung.