Hilfsnavigation
Sprache 


Seiteninhalt
28.03.2019

Das Veterinäramt rät Hundebesitzern zur Impfung gegen Staupe

Im Landkreis Hameln-Pyrmont wurden im Jahr 2018 11 Füchse und ein Waschbär untersucht. Bei sieben Füchsen und dem Waschbären konnte das Staupe-Virus nachgewiesen werden. Für das Jahr 2019 liegen noch keine Ergebnisse vor. Generell sollte der eigene Hund von offensichtlich kranken Wildtieren ferngehalten werden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Jedoch verhindert im Zweifelsfall nur ein belastbarer Impfschutz eine Infektion des Hundes mit dem Staupe-Virus.

Staupe ist nicht meldepflichtig und für den Menschen ungefährlich. Staatliche Maßnahmen sind nicht vorgesehen.

Die Staupe ist eine hochansteckende Viruserkrankung. Betroffen sind Fleischfresser wie z.B. Hund, Fuchs, Wolf, Frettchen, Nerz, Wiesel, Waschbär und Seehund. Katzen dagegen erkranken nicht.
Sie ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und Abgeschlagenheit. Je nach befallenem Organsystem können Durchfall und Erbrechen oder Atemwegssymptome auftreten. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Schädigung des Gehirns mit Krämpfen, Bewusstseinsstörungen, gesteigerter Aggressivität oder Lähmungen kommen.
Bei einer Staupe-Erkrankung können nur die Symptome behandelt werden. Sie kann selbst bei tierärztlicher Behandlung bis zum Tod des Tieres führen.

Hundebesitzer sollten ihre Hunde deshalb zum Schutz vor Ansteckung gegen Staupe impfen lassen. Um einen ausreichenden Impfschutz zu erlangen, muss eine sogenannte Grundimmunisierung durchgeführt werden. Sie besteht aus mehreren Impfungen in kurzem Zeitabstand. Junghunde können ab der achten Woche geimpft werden. Danach müssen Impfungen regelmäßig wiederholt werden. Genauere Informationen zur Impfung können beim Haustierarzt erfragt werden. Auch bei Hunden, die aus dem Ausland nach Deutschland verbracht werden, ist auf einen ausreichenden Impfschutz zu achten.