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22.09.2017

Demokratie stärken - zur Wahl gehen

Landrat Tjark Bartels ruft die Wahlberechtigten auf, von ihrem Recht auf Mitgestaltung Gebrauch zu machen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Hameln-Pyrmont,

am Sonntag steht der Bundestag zur Wahl – und drei Wochen später, am 15. Oktober 2017, unser niedersächsischer Landtag.

Beides sind wichtige Entscheidungen, die auch Ihr Leben unmittelbar betreffen. Und es geht um etwas, um das viele Menschen in der Welt kämpfen und bereit sind, ihr Leben zu opfern: Demokratie und Mitbestimmung.

Und mit diesem Aufruf wende ich mich deswegen auch besonders an diejenigen unter Ihnen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie überhaupt an der Wahl teilnehmen. Wir erleben oft, dass mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten sich nicht für die Stimmabgabe entscheidet. Auch vor dieser Wahl sind viele Menschen noch unentschieden – nicht über den Ort ihres Kreuzes sondern ob sie überhaupt teilnehmen. Das ist nicht verboten, aber für unsere Demokratie nicht ungefährlich.

Liebe Unentschiedene, manchmal erzählen Sie mir auf der Straße oder bei Veranstaltungen, dass Sie sich von niemanden wirklich repräsentiert fühlen. Oder dass „die da oben ohnehin machen, was sie wollen“. Und dass Sie deshalb gar nicht mehr hingehen. Oder zumindest überlegen, nicht mehr hinzugehen. Oder es von der Stimmung am Wahlsonntag oder dem Wetter abhängt …

Und ich glaube Ihnen, dass es oft Themen gibt, die in Ihren Augen nicht befriedigend gelöst sind. Ich verstehe auch, dass die Fragen, mit denen wir uns auseinandersetzen einen ratlos machen können. Es kann einen ängstigen, wenn sich Atommächte Wortgefechte liefern, böse Mächte in aller Welt und inzwischen auch hierzulande Terror verbreiten oder wenn man zusehen muss, dass es auch hier Menschen gibt, denen als Antwort nur Haß und Ausgrenzung bis hin zur Verfolgung der Schwächsten einfällt.

Aber kann das ein Grund sein, nicht zur Wahl zu gehen? Müsste das nicht gerade ein Grund sein, diese Wahl als besonders wichtig anzusehen?

Schauen Sie in die Welt. Sie werden sehen, dass Deutschland sich in den letzten Jahren von Jahr zu Jahr besser entwickelt hat und ein beneideter Hort an Stabilität ist. Sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Das kommt nicht von ungefähr. Es ist das Ergebnis eines Landes mit einer demokratischen und freiheitlichen Kultur. Und Sie sind Teil dieser Kultur.

Und ganz ehrlich: Wenn Sie keine Partei und keinen Kandidaten finden, der zu 100% passt, dann geht es Ihnen nicht anders als fast allen Menschen. Aber es wird kaum jemanden geben, der in der breiten Auswahl der Parteien niemand findet, der nah dran ist an den eigenen Werten. Und das ist ihr Kreuz.

Liebe Unentschiedene, geben Sie sich einen Ruck. Beschäftigen Sie sich mit den Angeboten, gehen Sie zur Wahl und stärken unsere Demokratie.