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12.01.2016

Einzelfall von Meningokokken in Hamelner Erstaufnahmeeinrichtung: Junger Patient ist auf dem Wege der Besserung!

Die guten Nachrichten vorweg: der junge Patient ist auf dem Wege der Besserung und es handelt sich um einen Einzelfall!


Letzten Freitag wurde ein 15-jähriger Junge aus Afghanistan, der mit Eltern und Geschwistern in der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Linsingen-Kaserne in Hameln lebt, im dortigen Medical Center mit Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen vorgestellt. Der behandelnde Arzt äußerte aufgrund der Untersuchungsergebnisse den Verdacht auf eine Infektionserkrankung. Daraufhin wurde der Junge unverzüglich und unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen in die Kinderklinik des SANA-Klinikums Hameln eingewiesen. Dort wurde ein Verdacht auf Meningokokken-Sepsis festgestellt und die weitere Diagnostik und Behandlung eingeleitet. Auf der Intensivstation der Kinderklinik konnte der Junge bereits stabilisiert werden. Er wurde dann zur weiteren Behandlung in die Medizinische Hochschule Hannover verlegt. Der Verdacht auf Meningokokken-Sepsis hat sich inzwischen bestätigt. Dem jungen Afghanen geht es schon wieder den Umständen entsprechend gut.


Das Gesundheitsamt des Landkreises, dem der Verdacht unverzüglich gemeldet wurde, hat noch am Freitag alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um weitere Infektionen zu verhindern und eine umfassende Prophylaxe sicher zu stellen. In enger Absprache mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt wurden entsprechende Maßnahmen angeordnet.


Für enge Kontaktpersonen, d.h. die Familienmitglieder, die weiteren Bewohner des betroffenen Flurs in der Kaserne sowie Mitarbeitende mit engem Kontakt, wurde eine vorbeugende Antibiotikagabe empfohlen. Diese Maßnahme ist bereits umgesetzt worden. Ein weiterer Fall ist bislang nicht aufgetreten.


Eine Meningokokken-Infektion ist eine schwere Erkrankung, die schnell lebensbedrohlich werden kann. In Deutschland kommen Meningokokken-Erkrankungen selten vor, im Jahr etwa 5 Fälle pro 1 Million Menschen.
Da die Erreger gewöhnlich außerhalb des Körpers rasch absterben, ist für eine Infektion ein sehr enger Kontakt mit einem Erkrankten erforderlich.


„Die Erfahrungen des Gesundheitsamtes zeigen, dass in der Regel keine Anschlusserkrankungen durch die Begegnung von Menschen ohne engen Sozialkontakt auftreten“, betont Sandra Lummitsch, Pressesprecherin vom Landkreis Hameln-Pyrmont.


Weitere Informationen zur Krankheit können hier abgerufen werden.