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02.09.2026

EnergieWende - Wie wollen wir morgen leben? - 350 Jugendliche beschäftigten sich mit unserer Zukunft

Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat die Bildungsveranstaltung „EnergieWende - Wie wollen wir morgen leben ?“ an die berufsbildenden Schulen im Landkreis geholt. Insgesamt nahmen in diesem Jahr 350 Lernende teil, von der Elisabeth-Selbert-Schule, der Rüdiger-Butte-Schule und der Theodor-Heuss-Realschule in Hameln. Organisiert und durchgeführt wurde der Schultag durch das bundesweit ausgezeichnete Team der Multivision e.V. Der Landkreis Hameln-Pyrmont finanziert die Veranstaltungen mit Workshops und einer abschließenden Podiumsdiskussion als Umweltbildungsangebot für Jugendliche.

Die Energiewende ist eine der großen gesamtgesellschaftlichen Aufgaben in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, die auf allen Ebenen geplant und vor Ort umgesetzt werden muss. Damit ist es für alle Akteure wichtig, die gemeinsamen Ziele zu kennen, die lokalen Voraussetzungen zu begreifen und vor Ort in den Dialog zu treten. Der Projekttag vermittelt grundlegendes Wissen. Es soll Jugendliche dazu anregen, sich mit dem Thema Klimaschutz auseinander zu setzen und in einen Austausch mit den lokalen Akteuren zu treten.

Die Veranstaltungen richten sich an Lernende ab Jahrgang 10 und  starten mit Workshops, Rollenspielen, Infoblöcken sowie Kurzfilmen zu den Themenfeldern Energiewende und Nachhaltigkeit. In drei Blöcken mit den Schwerpunkten - Informieren – Sensibilisieren – Aktivieren - setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit dem Thema Klima und Energie in der eigenen Region auseinander. Im dritten Block findet eine Podiumsdiskussion mit Mitarbeitenden von Kommunen, Energieversorgern und Naturschutzverbänden statt.

Nach den erfolgreichen Veranstaltungen im Frühjahr an der Elisabeth-Selbert-Schule und der Rüdiger-Butte-Schule wurde jetzt der letzte Projekttag an der  Theodor-Heuss-Schule angeboten.
Nach den Infoblöcken und der Gruppenarbeit stellten die Jugendlichen ihre Arbeitsergebnisse im Plenum vor. Der Schultag  endete mit einer abschließenden Podiumsdiskussion mit regionalen Akteuren. Auf dem Podium diskutierten mit den Jugendlichen Thomas Jürgens, Vorsitzender des Kreis-Umweltausschusses, Andrea Brenker-Pregesa vom BUND Hameln-Pyrmont, Oliver Nacke vom NABU und vom Institut für Solaranlagenforschung Wolf-Rüdiger Schanz als Mitbegründer der Lernwerkstatt sowie Christof Basener und Marion Wicht.

Thomas Jürgens machte die Jugendlichen auf ihre Selbstwirksamkeit aufmerksam: „Ihr seid nicht die Generation, die den Klimawandel verursacht hat, Ihr seid die Generation die die Lösungen mit entwickeln muss ! Ich möchte euch deshalb eine Aufgabe mitgeben: Wenn ihr morgen durch eure Schule geht, sucht drei Dinge, bei denen Energie, Material oder Wasser verschwendet wird. Und dann überlegt nicht nur, was falsch läuft – überlegt, wie ihr es technisch besser machen würdet.“
Oliver Nacke, der von seiner Ingenieurstätigkeit im Ausland berichtete, war beeindruckt von den kritischen Fragen und vom Engagement der Schülerinnen und Schüler. Es stimme ihn optimistisch, dass in dieser Generation viel Potenzial stecke, aktiv am Schutz von Lebensqualität und Klima mitzuwirken.

Die Krönung des Schultages aber war ein fahrbereites Solarmobil: Das Team vom Solarinstitut hatte dieses futuristische Fahrzeug zum Erkunden mitgebracht. Natürlich beantwortete das Team um Christof Basener alle Fragen und erläuterte die innovative Technik.

Die Multivision e.V. ist als Maßnahme „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen ausgezeichnet und eine der größten deutschen Akteure der Nachhaltigkeitsbildung.