Fährbetrieb in Großenwieden geht unverändert weiter
Im Rahmen eines gemeinsamen Austauschs haben sich Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Stadt Hessisch Oldendorf zu den Ergebnissen der durchgeführten Nutzungserhebung der Weserfähre ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse sowie die Abstimmung des weiteren Vorgehens.
Die Erhebung über einen mehrmonatigen Zeitraum im letzten Jahr zeigt insgesamt ein positives Bild: Insbesondere der Freizeitverkehr, also Radfahrende und Fußgänger, profitiert in den Sommermonaten in hohem Maße von dem Betrieb der Weserfähre. Die Auswertung in den umsatzstärksten Monaten Mai bis August letzten Jahres macht deutlich, dass das Angebot regelmäßig genutzt wird.
Während der täglichen Betriebszeiten von 9 bis 19 Uhr wurden rund 7 100 Fahrgäste gezählt, das sind durchschnittlich 110 Fahrgäste am Tag, die mit der Fähre gefahren sind. Dabei ist der Sonntag der Tag mit den meisten, durchschnittlich knapp 200 Fahrgästen. Mit einem Anteil von mehr als 65% wird die Fähre überwiegend von Rad- und Kradfahrenden genutzt. Darauf folgt die Nutzung durch Fußgänger mit 15%, die von PKW mit 11% sowie die von landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit 9%.
Die Vertreterinnen und Vertreter von Landkreis und Stadt betonten, dass sich das Vorgehen der Datenerhebung durchaus bewährt habe, um ein aussagekräftiges Bild über den Fährbetrieb in Großenwieden gewinnen zu können . Darauf basierend besteht nun auch Einigkeit darüber, den bisherigen Kurs und damit den gewohnten Fährbetrieb in Großenwieden fortzuführen. Im letzten Sommer konnte erfreulicherweise die vakante Stelle des zweiten Fährmannes besetzt werden. Der Mitarbeiter befindet sich aktuell in einer Qualifizierungsmaßnahme zum Fährmann, die voraussichtlich im kommenden Sommer erfolgreich beendet wird.
Zudem steht eine Grundsanierung der Fähre an. Anlässlich der alle 5 Jahre notwendigen Verlängerung des Fährzeugnisses sind dafür umfangreiche Arbeiten erforderlich. Die Fähre wird in der 2. Märzhälfte an Land gebracht, sodass der Betrieb dann für voraussichtlich ca. 3 Wochen eingestellt werden muss. Nähere Informationen dazu werden noch rechtzeitig bekannt gegeben. Damit bestehen für die nächsten Jahre wichtige Voraussetzungen sowie Planungssicherheit für die Beibehaltung des Fährbetriebs.
Hameln-Pyrmonts Kreisrat Dr. Joachim Steinbeck und Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Tarik Oenelcin machten abschließend wiederholt deutlich, „dass ein gemeinsames Interesse an dem langfristigen Erhalt der Fährstelle in Großenwieden besteht“ und sind sich einig, dass “der konstruktive Austausch auch künftig fortgesetzt werden soll, um perspektivisch wirtschaftliche Verbesserungsmöglichkeiten prüfen zu können.“
