Gelbe Säcke: Landrat schaltet sich ein
Nachdem auch in der vierten Woche seit Übernahme der Entsorgung der gelben Säcke im Landkreis Hameln-Pyrmont weiterhin keine verlässliche Abholung durch die Firma ALBA erfolgt schaltet sich nun Landrat Dirk Adomat ein.
Mit dem nachfolgenden Schreiben an die Firma Belland, die den Auftrag im Rahmen des dualen Systems an die Firma ALBA erteilt hat, fordert er eine kurzfristige Stellungnahme sowie einen Lösungsvorschlag.
„Mit großer Irritation musste ich feststellen, dass die Firma ALBA auch nach vier Wochen keine gesicherte, verlässliche Abholung der gelben Säcke in den acht kreisangehörigen Städte und Gemeinden des Landkreises Hameln-Pyrmont durchführt.
Dieses flächendeckende Versagen der Firma ALBA hat kreisweit zu massiver Unruhe bei den Bürgerinnen und Bürgern geführt. Und leider fällt dieser verständliche Unmut auf meine Kreisverwaltung und auch auf die Rathäuser zurück.
Bereits der vorherige Entsorgerwechsel verlief anfangs nicht störungsfrei, was in einem bestimmten Rahmen durchaus vertretbar ist. Die aktuellen Zuständen sind damit allerdings nicht vergleichbar.
Die KreisAbfallWirtschaft (KAW) hat daher auch bereits die Störung des Systemablaufs angezeigt, was seitens der Firma ALBA als auch von Ihrer Firma heruntergespielt wurde. In unserem Fokus steht die Dienstleistung für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, daher ist dieses Verhalten für mich nicht hinnehmbar.
Offensichtlich kommt die Firma ALBA ihrer Aufgabe nicht nach, gelbe Säcke wie im Tourenplan angegeben, abzuholen. Statt hier aber lösungsorientiert Abhilfe zu schaffen und ihre eigenen Prozesse zu überprüfen, äußert sich die Firma nicht nur negativ über das Verhalten unserer Haushalte, sondern auch über die schlechte Zusammenarbeit mit unserem Eigenbetrieb der KreisAbfallWirtschaft.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass weder der Eigenbetrieb KAW, noch der Landkreis Hameln-Pyrmont in irgendeiner Verpflichtung oder Verantwortung stehen, der Firma ALBA aktuell Unterstützung anzubieten. Informationen, die wir zur Verfügung stellen müssten, als auch Absprachen, die zu treffen sind, wurden so unsererseits durchgeführt. Zudem sind wir offen für den weiteren Austausch.
Für mich ist das kein hinnehmbarer Zustand mehr. Daher wende ich mich heute an Sie und fordere Sie auf, eine kurzfristige Stellungnahme inkl. Lösungsvorschlag zu dieser Situation abzugeben. Darüber hinaus stellt sich auch die Frage, wie zukünftige Vergaben und Entsorgerwechsel stattfinden sollen, um diese Probleme nicht erneut vorfinden zu müssen.“
