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25.05.2016

Inklusives Sozialprojekt beim Landkreis Hameln-Pyrmont

„Verschieden-sein bereichert!“ – Das finden jedenfalls die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Paritätischen Lebenshilfe sowie des Landkreises Hameln-Pyrmont. Deshalb haben sie sich überlegt, gemeinsam eine Zusammenarbeit zu starten. Dieser Plan wurde im März im Bereich Jugendamt in die Tat umgesetzt.

Seit über einem Jahr begrüßt der Landkreis Hameln-Pyrmont Neugeborene mit einem Begrüßungspaket. Dieses Paket wird den Eltern von Mitarbeitenden des Jugendamtes überreicht und ist kostenlos. Darin befinden sich verschiedene Kleinigkeiten und ein Familienhandbuch in einem Ordner. Unter anderem gibt es eine erste Zahnputz-Ausstattung. Diese besteht aus einer Zahnbürste, einem Zahnputzbecher und einer CD mit Liedern. Denn mit Musik macht das Zähneputzen einfach mehr Spaß. Die Kleinigkeiten und das Buch sollen die Eltern und ihre Kinder beim Groß-werden im Landkreis Hameln-Pyrmont unterstützen.

Das Familienhandbuch und die Kleinigkeiten werden sozusagen in Handarbeit in einen Rucksack gepackt und fertig ist das Begrüßungspaket. Diese Aufgabe wurde nun im Rahmen eines mehrwöchigen Inklusionsprojektes von Aline Petry und Lutz Außem von der Paritätischen Lebenshilfe erledigt. Bevor es richtig losging, musste noch ein wenig umgeräumt werden, um Rolli-Fahrerin Aline Petry ein barrierearmes Arbeiten zu ermöglichen; beispielsweise mussten die Rucksack-Inhalte gut erreicht werden.

Mit Unterstützung von freiwilligen Helfern der Paritätischen Lebenshilfe war das Problem schnell gelöst. Sechs Jugendliche der Mediengruppe unter der Teamleitung von Thomas Stiller, die Bereichsleiterin Colette Harloff sowie Aline Petry und Lutz Außem packten gemeinsam mit der Projektverantwortlichen des Landkreises mit an. Denn wie heißt es so schön: „Viele Hände machen der Arbeit schnell ein Ende.“ Anschließend konnte das „inklusive Sozialprojekt“ beginnen. Die Projektarbeit hat im März begonnen und wird sich über einen ca. 9wöchigen Zeitraum erstrecken.

Inklusion heißt Zugehörigkeit. Es wird niemand, egal ob mit oder ohne Behinderung, ausgegrenzt. Jeder Mensch soll eine seinen Stärken und Fähigkeiten entsprechende Beschäftigung finden.

Als Arbeitgeber braucht sich die Kreisverwaltung mit Blick auf die Schwerbehindertenstatistik nicht zu verstecken, denn die von der Bundesagentur für Arbeit vorgegebene Pflichtquote wird mehr als erfüllt. Sowohl im Kreishaus als auch in der Kreisabfallwirtschaft sind Männer und Frauen mit Handicap beschäftigt.