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25.04.2019

Landkreis für weitere 2 Jahre zertifiziert

Landrat stolz auf die Auszeichnung „Fairtrade-Landkreis“

In diesen Tagen erreichte die Urkunde von Transfair e.V. das Kreishaus. Der Landkreis Hameln-Pyrmont ist für sein soziales Engagement ausgezeichnet worden und trägt für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Landkreis“.

Zwei Jahre Arbeit wurden unter die Lupe genommen, das kommunale Einkaufsverhalten und die durchgeführten Kampagnen bewertet sowie die Anzahl der ehrenamtlichen Unterstützer gezählt. Darüber hinaus musste das Angebot von fair gehandelten Waren in Einzelhandel und Gastronomie nachgewiesen werden. Es ging darum, durch Info- und Verkostungsaktionen den fairen Handel bei Verbrauchern und Anbietern bekannter zu machen, aber auch darum, mit gutem Beispiel voranzugehen. „Das soziale Engagement gehört zum guten Ton in der Kreisverwaltung: Selbstverständlich wird bei allen Sitzungen des Kreistages nur fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt. Bei Jubiläen, Geburtstagen oder Ehrungen verschenke ich Präsentkörbe mit fair gehandelten Produkten, um die Menschen auf den Geschmack zu bringen, immer öfter auch selbst fair einzukaufen. Die Produkte sind von hoher Qualität und machen es leicht mit dem Einkaufskorb für einen gerechteren Handel einzutreten“, erläutert Landrat Bartels seinen Einsatz. Erst im vergangenen Jahr hat die Kreisverwaltung ihren „FairFührer“, den Wegweiser für fair gehandelte Produkte im Landkreis Hameln-Pyrmont, in 2. Auflage neu veröffentlicht.

Mit der Rezertifizierung wurde auch die Arbeit der Steuerungsgruppe, 2012 mit Vertretern aus Politik, Vereinen, Verwaltung, Schulen, Kirchen, Einzelhandel und Gastronomie vom Kreistag gegründet, belohnt. Jedes Mitglied hatte in den vergangenen Monaten aktiv mit großem Zeiteinsatz und Kreativität Aktionen rund um den fairen Handel unterstützt. Dazu gehörten Schulfeste, Ausstellungen, Vorträge, Wochenmärkte, Kita- und Erzieherfortbildungen und immer wieder Verkostungs- und Informationsangebote.

„Fairer Handel bemüht sich um Nachhaltigkeit in Anbau- und Herstellungsmethoden. Kurz gesagt: Kauf und Verkauf fair gehandelter Produkte hilft durch angemessene Bezahlung der Arbeit Armut abzubauen. Wir wollen den Menschen zeigen, dass sie sich schon mit dem Einkaufskorb für gerechtere Löhne einsetzen können“ fasst Mechtild Clemens als Vorsitzende der Steuerungsgruppe das Arbeitsziel zusammen. „Die Auszeichnung macht uns stolz und ist für uns ein guter Grund, unseren Einsatz noch zu verstärken.“

Hameln-Pyrmont ist eine von über 580 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.