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27.09.2017

Landrat Tjark Bartels referiert in Brüssel zum Thema »Breitbandausbau«

Unter der Überschrift „Auf dem Weg zum Giganetz – Konnektivität im ländlichen Raum stärken“ hat Landrat Tjark Bartels heute in Brüssel auf Einladung des Landes Niedersachsen Verbandes kommunaler Unternehmen und des Breitband-Büros des Bundes referiert - gemeinsam mit Experten und Praktikern aus Land, Bund und Vertretern der EU.

Bartels  führte diesbezüglich aus, dass sich der Breitbandausbau unserer Region massiv verändern wird. Es geht längst nicht nur um einen Anschluss der Dörfer ans Netz. Die grundlegende Entscheidung für den Glasfaserausbau katapultiert randlagige Orte in die Mitte des digitalen Lebens.

Breitbandversorgung im ländlichen Raum stärkt die Attraktivität als Wirtschaftsstandort, ist ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen, bietet  zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten, flexiblere Arbeitsformen und ist letztlich ein unverzichtbarer Faktor für Wirtschaftswachstum und die Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplätze. 

Und dafür benötigen wir Gigabit-Geschwindigkeit - per Glasfaser in jedes Haus!

Dass wir nicht schon lange so weit sind, hat mit falschen Weichenstellungen vor Jahrzehnten begonnen, als noch im guten Glauben darauf vertraut wurde, dass der Markt schon für den Ausbau sorgen würde.  

"Vor 2 Jahrzehnten hätte man die Entscheidung treffen müssen, den Ausbau auf hohem Niveau flächendeckend zu betreiben. Stattdessen ist entschieden worden, die Aufgabe dem Markt zu überlassen. Der hat sich sämtliche interessante Bereiche herausgesucht und den Rest liegenlassen“, so Bartels rückblickend.   Darauf haben sich die Kommunen nun eingestellt und mit viel Aufwand, Mut und Ideen Realisierungskonzepte erarbeitet - allerdings gleich auf zukunftsfähiger Glasfaserbasis. 

Deshalb lautet nun auch die Kernforderung an die handelnden Verantwortlichen in Brüssel, Berlin und Hannover, dass man dabei den Kommunen keine weiteren Hürden auferlegen darf. "Denn ohne Kommunen wird es nirgendwo eine vollständige Breitbanderschließung geben", erklärt Bartels.

Das Land Niedersachsen fördert den Breitbandausbau in Hameln-Pyrmont mit 5 Millionen Euro, die Bundesförderung in Höhe von 15 Millionen hat der Landkreis aber zurückgegeben. "Klingt verrückt, ist aber gut berechnet. Die Bundesförderung ist mit so ungünstigen Rahmenbedingungen versehen, dass sie sich schlichtweg einfach nicht lohnt" erinnert der Landrat an die beschließende Kreistagssitzung vom 14. März 2017.

"Wenn wir nicht mehr aufgehalten werden, steht einer Umsetzung bei uns und in vielen anderen Landkreisen nichts mehr entgegen" so Bartels abschließend.