Hilfsnavigation
Sprache 


Seiteninhalt
21.09.2020

Rodenberger Aue wurde naturnah ausgebaut

Die Renaturierung der Rodenberger Aue zwischen Egestorf am Süntel und Landermühle ist nahezu abgeschlossen, so dass Landrat Dirk Adomat am Freitag mit dem „finalen Durchstich“ das neu erstellte, naturnahe Bett für die Aue freigeben konnte.

Mit Beginn der Baumaßnahme Anfang August hat das Naturschutzamt des Landkreises Hameln-Pyrmont die Rodenberger Aue zurück in den natürlichen Talraum zwischen den Stadtteilen Egestorf und Rohrsen der Stadt Bad Münder verlegt. Im Zuge dieser Gewässerausbaumaßnahme hat der Bach in zwei Abschnitten auf einer Länge von 400 bzw. 500 Metern ein neues Gewässerbett erhalten.

Mit der Gewässerrückverlegung der Rodenberger Aue in den natürlichen Talraum wird den Zielvorgaben des Naturschutzes und der EU-Wasserrahmenrichtlinie gefolgt. Durch den neu entstandenen Verlauf werden die angrenzenden Grünländereien und die Sumpf- und Auwald Standorte wieder an den natürlichen Wasserhaushalt angebunden, um die Gewässerstrukturen in diesem Bereich in einen guten ökologischen Zustand zu entwickeln.

Außerdem trägt diese Maßnahme dazu bei, die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers für die natürlich vorkommenden Fischarten Bachforelle und Groppe sowie die Nahrungsräume für die seltenen Vogelarten Schwarzstorch und Eisvogel zu verbessern.  

Anlass für die Renaturierungsmaßnahme sind die naturschutzfachlich wertvollen Biotop- und Lebensraumtypen in dem Niederungsbereich der Rodenberger Aue, die durch die Rückverlegung des Gewässers in den angestammten Talraum vernetzt und entwickelt werden.

„Mit dieser Maßnahme werden zudem die Vorgaben der im Jahr 2000 in Kraft getretene europäische Wasserrahmenrichtlinie erfüllt, wonach sich bis 2027 alle Gewässer in den Mitgliedsstaaten der EU mindestens in einem guten ökologischen Zustand befinden sollen“, betont Landrat Dirk Adomat.