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23.10.2020

Runder Tisch Corona berät über Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung

Auf Einladung von Landrat Dirk Adomat haben sich am Freitag Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Hameln-Pyrmont, der kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie von Verbänden aus dem Landkreis im Weserbergland-Zentrum zu einem Runden Tisch getroffen, um über mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu beraten. „Wir können im Kampf gegen das Corona-Virus nur etwas erreichen, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Nur so wird es uns gelingen, eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für die Maßnahmen zu erreichen,“ erklärte Dirk Adomat zu Beginn der Veranstaltung.

Der Einladung des Landkreises Hameln-Pyrmont waren die Bürgermeister oder andere Vertreter aller kreisangehörigen Städte und Gemeinden ebenso gefolgt, wie Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, der IHK, des AdU, der Kreishandwerkerschaft, des DGB, des DEHOGA und des Kreissportbunds. Aufgrund der in den vergangenen Tagen gestiegen Anzahl von Corona-Fällen im Landkreis Hameln-Pyrmont erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung durch den Landkreis FFP2-Masken, die während der gesamten Veranstaltungen getragen wurden.

Zu Beginn des Runden Tischs stellte Dr. Thomas Laszinski vom Gesundheitsamt Hameln-Pyrmont den Anwesenden die Hauptursachen der Corona-Infektionen der vergangenen Tage vor. Diese seien in erster Line durch Reiserückkehrer, Feiern oftmals jüngerer Menschen und Treffen im Familienkreis entstanden. Insbesondere die Gefahr sogenannter Aerosole dürfe dabei nicht unterschätzt werden: In geschlossenen Räumen ohne Belüftungskonzept könne schon eine Infizierte Person ausreichen, um alle anderen Personen in diesem Raum zu infizieren.

Landrat Dirk Adomat appelliert vor diesem Hintergrund an die Menschen im Landkreis, auf soziale Kontakte und Treffen insbesondere in geschlossenen Räume so weit wie möglich zu verzichten. Der Landkreis Hameln-Pyrmont prüfe zur Zeit Maßnahmen, die in der Kreisverwaltung eine Ausbreitung des Corona-Virus verhindern können: „Viele kleine Maßnahmen können zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beitragen. Im Kreishaus gibt es schon seit Beginn der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht auf allen Fluren. Diese könnte auf alle Räumlichkeiten außerhalb des eigenen Büros ausgeweitet werden. Zusätzlich könnte die Maskenpflicht auch bei Sitzungen gelten. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises und alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, zu prüfen, welche Maßnahmen sie ergreifen können, um in ihrem Bereich eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Insbesondere Treffen in geschlossenen Räumen sollten nur stattfinden, wenn es unbedingt nötig ist.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tisches berieten zudem über weitere mögliche Maßnahmen: So sollen etwa die Sportvereine darauf hingewiesen werden, die Sporthallen während des Sportbetriebs regelmäßig zu lüften, um eine Ansteckung über Aerosole zu verhindern. Zudem sollten Gastromomen so lange wie möglich ihre Außenbereiche zur Nutzung zur Verfügung zu stellen, um möglichst wenig Gäste in Innenräumen zu bewirten. Die Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden waren sich darüber hinaus einig, repräsentative Aufgaben mit direktem persönlichen Kontakt grundsätzlich einzustellen.