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11.05.2016

Südumgehung: Ministerium will neu prüfen
Abgeordnete, Stadt- und Kreisspitzen kämpfen in Berlin für Hochstufung

In das Thema Südumgehung kommt Bewegung: Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, hat im Gespräch mit den Stadt- und Kreisspitzen sowie den heimischen Bundestagsabgeordneten eine „erneute und vertiefte Prüfung des Ausbaubedarfs der Südumgehung“ zugesagt. Das Projekt war im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans aus dem vordringlichen Bedarf herausgefallen. Nun machen sich Landrat Tjark Bartels, OB Claudio Griese sowie die Bundestagsabgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller und Michael Vietz wieder Hoffnung auf eine Hochstufung.

Das Gespräch sei „sehr konstruktiv“ verlaufen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Neben Landrat und OB sowie den beiden Abgeordneten waren auch Hamelns Erster Stadtrat Hermann Aden und der zuständige Fachbereichsleiter Ralf Wilde nach Berlin gereist, um für die Südumgehung zu kämpfen. Sie stießen beim Staatssekretär auf offene Ohren: Ferlemann habe, so die Aussagen der Gesprächsteilnehmer, Verständnis für deren Argumente gezeigt. Stichworte waren insbesondere die dringend nötige Verkehrsentlastung für Hameln, die Einhaltung der Luftqualitätsrichtlinie und städtebauliche Perspektiven für die Bereiche entlang der jetzigen Bundesstraßen.

Eindringlich wurde in dem Gespräch auch auf die möglichen negativen Auswirkungen einer nachrangigen Berücksichtigung der Südumgehung auf die laufende juristische Auseinandersetzung um die Planfeststellung hingewiesen.

Das Bundesverkehrsministerium will nun eine separate Kosten-Nutzen-Analyse der Südumgehung in Auftrag geben. Bislang war das Vorhaben nur als Teilprojekt mehrerer zusammengefasster Ausbaumaßnahmen im Verlauf der B 1 zwischen Bartrup und Elze bewertet worden. Landrat Tjark Bartels, OB Claudio Griese und die Bundesabgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller und Michael Vietz erhoffen sich aufgrund der „sehr deutlich positiven Wirkungen“ eine Aufnahme der Südumgehung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.

Die Delegation bedankte sich im Namen aller Anwesenden an dieser Stelle allerdings auch dafür, dass die Gütertransitstrecke nicht im Verkehrswegeplan enthalten ist.