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29.11.2018

Schraps zum Treffen der Weseranrainer mit Dr. Joachim Lohse: »Verbindliche Ver-einbarungen zur Reduzierung der Salzlast der Weser sind umzusetzen.«

Am 3. Dezember 2018 trifft sich die Weserministerkonferenz, um über das weitere Vorgehen im Hinblick auf die Situation der Weserversalzung zu sprechen. Die Gruppe der Weseranrainer hat sich mit Dr. Joachim Lohse, Bremer Umweltsenator und Vorsitzender der Weserministerkonferenz in Berlin getroffen. Mit diesem Gespräch setzen die Bundestagsabgeordneten ihren Dialog rund um die Verbesserung der Wasserqualität der Weser fort. Dr. Lohse sitzt noch bis Jahresende der Weserministerkonferenz vor. Die Weserministerkonferenz ist die Umweltminister-Runde aus den Bundesländern an der Weser.

Der heimische Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps machte nach dem Treffen deutlich: „Alle Beteiligten sind sich einig, dass eine Verbesserung der Weserqualität dringend notwendig ist. Eine Pipeline ist keine Option, weil sie das Problem lediglich verlagern würde. Wir sind der festen Überzeugung, dass es in einem hochinnovativen Land wie Deutschland möglich sein muss auch andere Wege beim Umgang mit den Abwässern zu finden. Über Forschung und Innovation sehen wir zudem die Möglichkeit alte Arbeitsplätze zu stärken und neue zu schaffen.

Das Gespräch mit Herrn Dr. Lohse hat erneut deutlich gemacht wie wichtig es ist, dass der Bund, die beteiligten Länder und die Kommunen gemeinsam mit K+S im Dialog sind und nach Lösungen für das Versalzungsproblem suchen. Dafür sind die im Maßnahmenprogramm Salz der Flussgebietsgemeinschaft Weser getroffenen, verbindlichen Vereinbarungen zur Reduzierung der Salzlast der Weser seitens des Unternehmens kontinuierlich umzusetzen. Die Gruppe der Weseranrainer wird sich in diesem Zusammenhang weiter dafür einsetzen, dass die Einhaltung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sichergestellt wird.“

Hintergrund: Das Thema „Weserversalzung“ begleitet und betrifft alle Weseranrainer bereits seit vielen Jahren. Während viele Flüsse in Deutschland durch vielfältige (Schutz-)Maßnahmen im Laufe der letzten drei Jahrzehnte wieder eine bessere Wasserqualität erreicht haben, bleibt die Weser ein versalzenes Sorgenkind. Die Salzbelastung gefährdet weiterhin die Gesundheit und die Lebensqualität der Anrainer. Auswirkungen sind ein stark angegriffenes Ökosystem und ein erhöhtes Risiko für ein Versalzen des Grundwassers. Die niedrigen Pegelstände aufgrund der langanhaltenden Trockenheit machen diese Problematik in diesem Jahr noch deutlicher.