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14.12.2015

Singen, Basteln, Spielen – Kinderbetreuung in der Erstaufnahmeeinrichtung in neuen Räumen

Große helle Räume und bunt bemalte Wände lassen Kinderherzen höher schlagen: In den neubezogenen Räumen der Kinderbetreuung in der Hamelner Erstaufnahmeeinrichtung, können Mädchen und Jungen den tristen Alltag und die Strapazen der letzten Wochen und Monate hinter sich lassen und einfach Kind sein.

Die Brüder Meisi und Meisä sind mit ihren Eltern hier. Die kurdische Familie kommt aus dem Irak und genießt das friedliche Miteinander in der Kinderbetreuung. Zwei Erzieherinnen und zwei pädagogische Assistenten kümmern sich täglich in der Zeit von 11 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr um Kinder im Alter von einem bis sieben Jahren. Gemeinsam wird gebastelt, gemalt, gemeinsam gespielt oder einfach nur gekuschelt. Die Kleinen reden mit Händen und Füßen, doch jeder versteht hier jeden. Auch die Mütter und Väter sind herzlich willkommen.

Seit dem Einzug in die neuen Räume Anfang Dezember ist die Anzahl der Kinder nicht mehr begrenzt. In den bisherigen Räumlichkeiten fanden maximal 30 Kinder , und damit nicht immer alle, Platz. „Doch gerade die Kinderbetreuung bringt Entlastung und Entspannung für Eltern und Kinder“, erklärt Lieselotte Sievert, pädagogische Einrichtungsleiterin und weiter „hier kommen alle mal auf andere Gedanken.“

Anders als im Kindergarten oder in einer Kindertagesstätte gibt es hier offene Strukturen: Durch den ständigen Wechsel der Kinder und die bestehende Sprachbarriere steht vor allem die sinnvolle, einfache Beschäftigung der Kinder im Vordergrund. Die Erwachsenen begleiten ihre Handlungen mit Sprache, sodass die Kinder wie nebenbei deutsche Begriffe erlernen. Zudem geben die Kinder, die schon länger dabei sind, bereits Gelerntes an die neuen Kinder weiter. „Das funktioniert gut“, sagt die pädagogische Assistentin Annette Skipworth. Die Kleinen können spielen, basteln, toben, Bücher anschauen oder einfach mal kuscheln. Zurzeit basteln die Kinder Tannenbäume. „So lernen sie gleichzeitig auch etwas über die Kultur in Deutschland“, meint die pädagogische Assistentin.

Die Ausstattung der Räume resultiert aus Sachspenden sowie Spendengelder. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Menschen aus dem Landkreis so großzügig unterstützt haben“, freut sich Sievert.