Weserbergland zu Besuch in Brüssel
Die Steuerungsgruppe der Regionalen Entwicklungskooperation (REK) Weserbergland+ war im letzten Monat zu Besuch in Brüssel, um über zentrale Zukunftsfragen der europäischen Struktur- und Regionalpolitik zu sprechen.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft, regionalen Hochschulen, der Klimaschutzagentur sowie den Sparkassen reiste eine Delegation der vier Landkreise Nienburg/Weser, Holzminden, Hameln-Pyrmont und Schaumburg in die europäische Hauptstadt. Ziel war es, die Perspektiven des Weserberglands aktiv in die europäischen Diskussionen einzubringen und Einblicke in die laufenden Vorbereitungen zur EU-Förderperiode ab 2028 zu gewinnen.
Angesichts der aktuellen geopolitischen Herausforderungen ließe sich vermuten, dass ländliche Regionen in Europa derzeit weniger im Fokus der EU-Kommission stehen. Tatsächlich ist jedoch das Gegenteil der Fall: In Brüssel und in den Mitgliedsstaaten laufen die Vorbereitungen für die Ausgestaltung der Programme der nächsten EU-Förderperiode ab 2028 bereits auf Hochtouren. Dennoch steht die bisherige Struktur- und Regionalpolitik der EU – einschließlich langjährig bewährter Instrumente wie der LEADER-Förderung – aufgrund neuer Bedarfe und veränderter Prioritäten auf dem Prüfstand. Viele Programme werden derzeit kritisch hinterfragt und weiterentwickelt.
Vor diesem Hintergrund wollte sich die REK Weserbergland+ ein eigenes Bild vom aktuellen Diskussionsstand verschaffen und sicherstellen, dass die Interessen und Bedarfe der Region in Brüssel frühzeitig, klar und vernehmbar eingebracht und ernst genommen werden. Für den Austausch standen der Delegation mehrere hochrangige Gesprächspartner zur Verfügung. Dazu gehörten die Europaabgeordneten David McAllister, Bernd Lange, Lena Düpont und Kai Tegethoff.
Ergänzt wurde das Programm durch Termine mit der Leitung des Ausschusses der Regionen, der zentralen Interessenvertretung der Regionen Europas sowie mit der Leitung und Mitarbeitenden der Niedersächsischen Landesvertretung.
Zentraler Bestandteil der Gespräche war die zukünftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die Rolle der Regionen in europäischen Entscheidungsprozessen sowie die Bedeutung des kommenden Mehrjährigen Finanzrahmens. Außerdem wurden Anforderungen an eine moderne und zukunftsfähige EU-Regionalpolitik diskutiert.
Die Reise lieferte wertvolle Einblicke in europäische Entscheidungsprozesse und brachte wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung des Weserbergland+. Die Delegation kehrte mit neuer Motivation, vielen Erkenntnissen und der Zuversicht zurück, dass die Anliegen des ländlichen Raums in Brüssel Gehör gefunden haben.
Informationen zur REK sind hier zu finden Regionale Entwicklungskooperation Weserbergland plus / Landkreis Hameln-Pyrmont
