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Gewässer

Leistungsbeschreibung

Die Gewässer sind als wichtiger Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu sichern. Sie sind nach § 1a Wasserhaushaltsgesetz (WHG) so zu bewirtschaften, dass sie dem Wohl der Allgemeinheit und im Einklang mit ihm auch dem Nutzen einzelner dienen und vermeidbare Beeinträchtigungen ihrer ökologischen Funktionen unterbleiben. Unter diese Nutzungen fallen z.B. Trinkwassergewinnung, Nutzung als Transportweg, zur Energieerzeugung, zur Abwasserentsorgung, zur Freizeitgestaltung u.v.m.

Jedermann ist verpflichtet, bei Maßnahmen, mit denen Einwirkungen auf ein Gewässer verbunden sein können, die nach den Umständen erforderliche Sorgfalt anzuwenden, um eine Verunreinigung des Wassers oder eine sonstige nachteilige Veränderung seiner Eigenschaften zu verhüten, um eine mit Rücksicht auf den Wasserhaushalt gebotene sparsame Verwendung des Wassers zu erzielen, um die Leistungsfähigkeit des Wasserhaushalts zu erhalten und um eine Vergrößerung und Beschleunigung des Wasserabflusses zu vermeiden.

Die oberirdischen Gewässer werden nach ihrer wasserwirtschaftlichen Bedeutung in drei Ordnungen eingeteilt. Gewässer erster Ordnung sind Gewässer mit erheblicher Bedeutung für die Wasserwirtschaft, z.B. die Weser als  Bundeswasserstraße. Die Gewässer zweiter Ordnung (z.B. Emmer, Hamel, Saale, Hollenbach, Rodenberger Aue) weisen eine  überörtliche Bedeutung auf. Die Unterhaltungspflicht für die Gewässer 2. Ordnung obliegt grundsätzlich den Wasser- und Boden- bzw. Unterhaltungsverbänden. Gewässer dritter Ordnung sind diejenigen oberirdischen Gewässer, die nicht Gewässer erster oder zweiter Ordnung sind (z.B. Gräben).

Verunreinigungen und widerrechtliche Benutzungen der Oberflächengewässer gilt es vorzubeugen. Deshalb sind Erlaubnisse für Gewässerbenutzungen und Genehmigungen für bauliche Maßnahmen am und im Gewässer erforderlich, die dann auch der Überwachung unterliegen.