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Trichinenuntersuchung

Leistungsbeschreibung

Organisation der Trichinenuntersuchung beim Schwarzwild

Im Landkreis Hameln-Pyrmont wird die Trichinenuntersuchung beim Schwarzwild ausschließlich im Labor des Amtes für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung im Kreishaus angeboten.

Um zu verhindern, dass alle Jagdausübungsberechtigten mit ihren Stücken Schwarzwild ins Kreishaus zur Probenahme fahren müssen, wird von der Ausnahmeregelung nach § 6 Absatz 2 Satz 1 der Tierische Lebensmittel-Überwachungsverordnung Gebrauch gemacht und die Trichinenprobenahme den Jagdausübungsberechtigten auf Antrag übertragen.

Übertragung der Trichinenprobenahme auf Jagdausübungsberechtigte

Mit der Übertragung der Probenahme wird der Jagdausübungsberechtigte (JAB) ermächtigt, bei Wildschweinen, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr verwendet werden soll, die Probe zur Trichinenuntersuchung zu entnehmen und den Wildkörper zu kennzeichnen. Die Übertragung gilt ausschließlich für den jeweiligen Jagdbezirk und nur für Wildschweine, die für den Eigenbedarf verwendet oder direkt an Gaststätten, Einzelhandelsbetriebe oder an Verbraucher abgegeben werden.

Berechtigte zur Antragstellung

  • Eigenjagdrevierinhaber (Eigenjagdbesitzer, die auf ihrem Grundeigentum die Jagd selbst ausüben),
  • zur Jagdausübung in den staatlichen Jagdrevieren befugte Beschäftigte,
  • Pächter und Mitpächter gemeinschaftlicher Jagdreviere, nicht staatlicher Eigenjagdreviere und verpachteter staatlicher Jagdreviere,
  • bestätigte Jagdaufseher,
  • angestellte Jäger (Berufsjäger) und
  • Inhaber entgeltlicher oder unentgeltlicher Jagderlaubnisscheine, die in einem Jagdrevier regelmäßig (d.h. nicht nur einmalig oder gelegentlich) die Jagd ausüben

Voraussetzungen für die Übertragung zur Trichinenprobenahme

  • Zuverlässigkeit des Jagdausübungsberechtigten (u.a. gültiger Jagdschein)
  • Teilnahme an einer vom zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt durchzuführenden Schulung zur Trichinenprobenahme bei Schwarzwild

Die Schulung erfolgt in vereinfachter Form durch Kenntnisnahme von Merkblättern zur Trichinenprobenahme und zur Wildschweinepest, die vom Jagdausübungsberechtigten schriftlich auf dem Antragsformular bestätigt wird.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei Landkreis Hameln-Pyrmont, Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Dem vollständig ausgefüllten Antrag sind eine Kopie des Jagdscheins sowie ein Nachweis der Jagdausübungsberechtigung (z. B. Kopie des Dienstausweises, Begehungsscheins, Jagderlaubnisscheins) beizufügen. Eine Erstausstattung der zur Kennzeichnung der Wildkörper zu verwendenden Wildursprungsmarken und -scheine wird mit der schriftlichen Übertragung der Probenahme übersandt. Weitere Wildursprungsmarken und -scheine können bei Bedarf persönlich im Kreishaus, zweckmäßigerweise bei einer Probenanlieferung, abgeholt werden.

Welche Gebühren fallen an?

Für die Übertragung der Probenahme wird eine Verwaltungsgebühr von 20,00 € erhoben.

Die Wildursprungsmarken und -scheine kosten pro Satz (eine Marke und ein 3-fach-Durchschreibeformular) 0,70 €.

Die Gebühr für die Trichinenuntersuchung beträgt 7,50 € pro Wildschwein. Fahrtkosten (z. B. zur Probenanlieferung) sind vom Jagdausübungsberechtigten (JAB) selbst zu tragen.

Was ist sonst noch wichtig?

Erst, wenn der Untersuchungsbefund dem Verfügungsberechtigten für das erlegte Tier schriftlich vorliegt, d. h. per Fax, per E-Mail oder auf dem Postweg übersandt, darf das Tier verwertet werden.
Der Verfügungsberechtigte kann selbst die Form der Übermittlung auswählen und zusammen mit der Faxnummer, Mailadresse oder postalischer Adresse auf dem Wildursprungsschein vermerken. Vorzugsweise sollte von der Möglichkeit des Versands per Fax oder E-Mail Gebrauch gemacht werden. Einerseits geht die Mitteilung auf diesen Wegen dem Empfänger zeitnah zu, andererseits verursachen sie nur in zu vernachlässigendem Umfang zusätzlichen finanziellen Aufwand. Anders verhält sich das bei dem Postversand. Daher wird bei Auswahl des Postversands zur Deckung der Auslagen wie Porto zukünftig der Betrag von einem Euro zusätzlich zur Untersuchungsgebühr erhoben werden müssen. Dieser Betrag wäre bei Abgabe der Probe mit zu entrichten.

Probenabgabe

Die Trichinenuntersuchungen erfolgen an jedem Montagnachmittag und Donnerstagvormittag.

Die Proben müssen daher montags bis 10:00 Uhr und donnerstags bis 9:00 Uhr abgegeben werden, um noch bei der Laboruntersuchung des betreffenden Tages berücksichtigt werden zu können.

Feiertagsbedingt können Verschiebungen eintreten. Diese sind vorab im Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung unter der Tel.Nr. 05151/903-2514 zu erfragen.

Probenbeschaffenheit

  1. Probenmenge: mindestens 60 g Muskulatur aus dem Zwerchfell oder Unterarm, welche frei von Fett und Bindegewebsanhaftungen ist. Zungen dürfen aufgrund der vorgeschriebenen Untersuchungsmethode nicht mehr untersucht werden. Bei positiven oder fraglichen Ergebnissen ist die Trichinenuntersuchung mit 50 g Probenmenge zu wiederholen!
  2. Die Probenbehältnisse müssen leicht zu öffnen und wiederverschließbar sein. Außerdem müssen sie deutlich und wasserfest mit mindestens der Wildmarkennummer beschriftet sein. Nur so ist eine eindeutige Probenzuordnung bei der Nachuntersuchung möglich! Beim Erwerb neuer Wildmarken sind geeignete Probenbeutel erhältlich.
  3. Die Proben müssen frei von offensichtlichen Erdkontaminationen und Haaren sein, damit es nicht zu falsch positiven oder fraglichen Ergebnissen in der Trichinenuntersuchung kommt. Meist harmlose Wurmlarven, welche in der Erde vorkommen, können optisch nicht von den gefährlichen Trichinenlarven unterschieden werden.

        Wichtiger Hinweis:

        Nur ordnungsgemäß entnommene, unverdorbene Trichinenproben und vollständig ausgefüllte Wildursprungsscheine werden vom
        Labor   entgegengenommen und untersucht. Sollte sich bei der Bearbeitung der Proben im Labor herausstellen, dass die Probe
        ungeeignet ist, wird eine geeignete Ersatzprobe angefordert, welche frühestens am nächsten regelmäßigen Untersuchungstag
        bearbeitet werden kann.

Formulare

Rechtsgrundlage