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Siegel des fairen Handels -
Wie und woran erkenne ich fair gehandelte Produkte?

„Fairer Handel ist eine „Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung.

Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit den VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“ (Definition der internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels FLO e. V., WFTO und EFTA)

Siegel haben die Funktion, interessierte und kritische Verbraucher bei ihrer Einkaufsentscheidung zu unterstützen. 

Ein Siegel steht für eine unabhängige Kontrolle von Produkten durch Dritte und soll etwas über die Qualität eines Produktes aussagen. Beispielsweise über eingehaltene Sicherheitsanforderungen, Umwelteigenschaften oder soziale, ökologische und/oder ökonomische Gerechtigkeit entlang der Wertschöpfungskette vom Produzenten bis zum Vertrieb.

Die Standards im Fairen Handel basieren auf den drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales. International anerkannt sind die Standards von FLO e.V., überwiegend im Lebensmittelbereich und die Standards der WFTO für Fair-Handels-Organisationen.

Fairer Handel wird streng kontrolliert und zertifiziert. Hier finden Sie eine kleine Übersicht über die Bedeutung der Siegel und Zeichen auf fair gehandelten Produkten.

TransFair e.V.

In Deutschland wird das Fairtrade-Siegel von TransFair e.V. vergeben. Der gemeinnützige Verein ist als nationale Siegelinitiative Mitglied von FLO e.V. Die Vergabe des Fairtrade-Siegels erfolgt auf der Grundlage von Lizenzverträgen.

Das heißt, um Produkte mit dem Fairtrade-Siegel kennzeichnen und verkaufen zu dürfen, ist bei TransFair eine Lizenz zu erwerben. Bei jedem Verkauf eines besiegelten Produktes muss eine Lizenzgebühr an TransFair Deutschland bezahlt werden.

TransFair e.V. setzt sich dafür ein, weitere Partner und Unterstützer für den Fairen Handel durch Marketing-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen.


Der Sitz von TransFair e.V. ist Köln.
Seit Mai 2011 führt TransFair e.V. das Organisations-Logo „FAIRTRADE“-Deutschland.

Mehr unter http://www.fairtrade-deutschland.de/.

Das Gütezeichen der WFTO

Die WFTO hat ein Gütezeichen für Fair-Handels-Organisationen entwickelt, die in einem Monitoringverfahren unter Beweis gestellt haben, dass sie als ganze Organisation die Anforderungen der Fair-Handels-Standards der WFTO erfüllen. Nur wer das Monitoring der WFTO erfolgreich durchläuft, wird Mitglied der WFTO, und nur Mitglieder sind berechtigt, das Gütezeichen zu nutzen.

Mit dem Gütezeichen der WFTO wird das Verhalten einer Fair-Handels-Organisation als Ganzes ausgezeichnet und nicht in erster Linie das einzelne Produkt, das hergestellt wurde.

Das Gütezeichen dient, anders als das Fairtrade-Siegel, nicht zur Kennzeichnung von Produkten, vielmehr kann die Fair-Handels-Organisation damit werben, dass sie Mitglied der WFTO ist.
Zur Homepage: www.wfto.com.

Das EU-Bio-Siegel

Beim europäischen Bio-Siegel (ein geschwungenes Blatt aus zwölf Europasternen) handelt es sich um das Gemeinschaftssiegel aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union für Bio-Produkte. Es kennzeichnet Produkte, die entsprechend der EU-Öko-Verordnung produziert und kontrolliert wurden.

Der Öko-Landbau verzichtet grundsätzlich auf Pestizide sowie auf mineralischen Stickstoffdünger. Darüber hinaus schützt er Boden, Wasser und Luft, vermindert den Energieverbrauch, schont Rohstoffreserven und strebt eine Kreislaufwirtschaft mit möglichst geschlossenen Nährstoffzyklen an.

Das verpflichtende Bio-Siegel wurde EU-weit am 1. Juli 2010 eingeführt.

Das Naturland Fair Zeichen

Naturland-Bauern und -Verarbeiter arbeiten nach höchsten ökologischen Standards, die strenger sind, als die gesetzlichen Anforderungen der EU-Öko-Verordnung. Beispielsweise können nicht nur einzelne Produkte eines Hofes das Naturland Zeichen erhalten, sondern der ganze Hof muss nach Naturland-Richtlinien arbeiten.

Neben ökologischen Kriterien zum Schutz von Böden, Wasser, Luft, Tieren und Klima sind in den Naturland-Öko-Richtlinien bereits Sozialrichtlinien verankert. Naturland fördert den ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 55.000 Bauern einer der größten ökologischen Anbauverbände.

Das Naturland Fair Zeichen auf der Verpackung eines Produkts belegt, dass ein Produkt nach den ökologischen Kriterien von Naturland angebaut und verarbeitet wurde und außerdem fair gehandelt ist. Voraussetzung für die Fair-Zertifizierung ist eine gültige Naturland-Öko-Zertifizierung. Sowohl ökologische als auch Fair-Handels-Kriterien werden in einem Arbeitsgang überprüft.

Das spart Kosten und Zeit.

Durch Naturland Fair haben jetzt auch Bauern, Verarbeiter und Händler im Norden die Möglichkeit, sich nach Fair-Handels-Richtlinien zertifizieren zu lassen.

Weiter lesen unter http://www.naturland.de/.

Das GEPA-Logo

Die GEPA steht mit ihrem Namen dafür ein, dass die Kriterien des Fairen Handels eingehalten werden. Fairer Handel ist der zentrale Unternehmenszweck, die Gesellschafter sind kirchliche Entwicklungsorganisationen und Jugendverbände.

Die GEPA verwendet Gewinne ausschließlich für die Ziele des Fairen Handels.  

Mehr unter http://www.gepa.de/.