BMU fördert Datenerhebung und Konzeptentwicklung
Am 8. April 2009 erreichte der Förderbescheid die Kreisverwaltung: Mit insgesamt 221.235 € verteilt auf 3 Jahre fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit nach der Klimaschutzinitiative die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes im Landkreis Hameln-Pyrmont.
Auf Initiative des "Runden Tisches Klimaschutz" wurden ein Jahr lang Grundlagen für Kommunen, Unternehmen und Bürger erarbeitet
Das Energie- und Umweltzentrum Springe sowie das Klimabündnis haben den Landkreis beraten
Im Rahmen der Fortentwicklung seiner Klimaschutzbemühungen hat der Landkreis Hameln-Pyrmont auf der Grundlage der Bundesinitiative Klimaschutz einen Förderantrag zur Entwicklung eines landkreisweiten und gemeindescharfen Konzeptes zur CO2-Neutralität gestellt. Mit einem Gesamtvolumen von 276.544,10 € ist in einem partizipativem Prozess ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Hameln-Pyrmont entwickelt werden. Schwerpunkte dieses Prozesses sind:
1. Erstellung einer gemeindescharfen, landkreisweiten CO2-Bilanz
2. Erstellung einer Potentialanalyse in den Bereichen Energieeinsparung und Erhöhung
der Produktion von regenerativer Energie
3. Entwicklung von Mittel- und Langfristmaßnahmen aus den Ergebnissen von 1. und 2.
4. Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen
Um eine verlässliche Bestandsaufnahme aller CO2-Emissionen zu erhalten, wurde - als Pilotprojekt in Niedersachsen - vom Klimabündnis Frankfurt der Energieverbrauch in allen Sektoren gemeindescharf erfasst. Alle Verwaltungen der kreisangehörigen Städte und Gemeinden haben mitgemacht und ihre Immobilien und Infrastruktur bilanziert, aber auch viele Institutionen, Unternehmen und Innungen, wie die Energieversorger, die Verkehrsbetriebe, die KreisAbfallWirtschaft und vor allem die Schornsteinfegerinnung haben an der Bilanzierung engagiert mitgearbeitet. Nur durch diese Unterstützung wurde eine lückenlose Berechnung möglich. Anlage E Energie- und CO2-Bilanz [PDF: 3,4 MB]
Die Datenerhebung wurde begleitet durch eine umfassende und zielgerichtete Information und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus ist als wichtiger Teil des Klimaschutzkonzeptes ein Fortbildungskatalog für Architekten, Fachplaner, Behörden und Schulen erstellt worden. Zur Zeit arbeitet der Landkreis Hameln-Pyrmont mit allen kreisangehörigen Kommunen und Energieversorgern an der Gründung einer neutralen Klimaschutzagentur Weserbergland, die als Dienstleister Kommunen und Bürger bei der Planung von Energieeffizienzmaßnahmen beraten und unterstützen soll.
Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Hameln-Pyrmont und seine Städte und Gemeinden [PDF: 3 MB]
Anhang A bis D zum Integrierten Klimaschutzkonzept [PDF: 731 KB]
- Vorhaben: Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes
- Förderformat: Klimaschutzinitiative des Bundes
- Förderkennzeichen: 03KS0461
- Antrag gestellt am: 19.12.2008
- Bewilligung erteilt am: 08.04.2009
- Gesamtvolumen: 276.544,10 €
- Förderhöhe: 221.235 €, verteilt auf drei Jahre
- Kofinanzierung: Landkreis Hameln-Pyrmont mit 55.309,10 €
- Projektzeitraum: 01.05.2008 bis zum 30.04.2010
- Beratung durch:
Projektträger Jülich
Energie- und Umweltzentrum Springe e.V.
Klimabündnis Frankfurt e.V.
Klimaschutzagentur Region Hannover
Energieagentur NRW
Büro KoRiS (Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung)
Energie- und Umweltzentrum Springe (E.U.Z.)
Kontakt Klimaschutz
Referat 93: Wirtschaftsförderung / Regionale Entwicklung3. Obergeschoss Riegel A
31785 Hameln
Mit diesem Programm können Sie Ihren persönlichen Ausstoß von Treibhausgasen und die dadurch entstehenden CO2 -Emissionen abschätzen und dann Ihre Werte mit dem deutschen Durchschnitt vergleichen. Ein Blick auf Ihre eigene Bilanz zeigt Ihnen sofort die Auswirkungen Ihres Handelns.

