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Corona und Schule

Auch im Jahr 2021 wirken sich die Corona-Pandemie und die zu deren Bekämpfung ergriffenen Maßnahmen weiterhin auf das Unterrichtsgeschehen an unseren Schulen aus. Für die gesamte Gesellschaft muss es in den nächsten Wochen und Monaten das Ziel sein, das Infektionsgeschehen durch geeignete Maßnahmen wie Selbsttests und  lageangepasste Unterrichtsmodelle so gering wie möglich zu halten. Für einen besseren Überblick über die derzeit geltenden Vorgaben in Bezug auf "Corona und Schule" sind nachstehend allgemeine Informationen zu finden. Darüber hinaus finden Sie die Beantwortung häufig gestellter Fragen zu dem Thema Testung von Schülerinnen und Schülern. 

Alle hier verwendeten Informationen stammen von der Internet-Seite des niedersächsischen Kultusministeriums, auf der Sie weitere ausführliche Hinweise finden.

Szenarien in den Schulen

Für die Schulen in Niedersachsen gelten ab dem 31.05.2021 folgende Regelungen:

Inzidenzwert bis 50 ab 50 ab 165
Szenario

A

B C *

Es gilt der Inzidenz-Wert, den das Robert Koch-Institut herausgibt. Sie finden ihn unter www.rki.de/inzidenzen.

Szenario A: Präsenzunterricht in voller Klassenstärke
Szenario B: Wechselunterricht mit halber Klassenstärke
Szenario C: Distanzunterricht von zu Hause 

*Ausnahmen: 4. Klassen, 12. Klassen, Abschlussklassen (auch Berufsbildende Schulen), Förderschulen Geistliche Entwicklung, Körperliche und Motorische Entwicklung, Hören und Sehen bleiben in Szenario B

Bezüglich des Ganztagsangebotes beachten Sie bitte die Hinweise der jeweiligen Schule.

Verfügbare mehrsprachige Informationen zum Unterricht in Corona-Zeiten vom Niedersächsischen Kultusministerium finden Sie hier:
Unterricht in Corona-Zeiten: Szenarien A B C und Schaubilder Erkältungssymptome

Informationsstand dieser Seite: 30.05.2021; Informationen oder Änderungen nach diesem Datum sind noch nicht berücksichtigt!

Selbsttests zu Hause – Informationen für Eltern

Schulen sollen auch in Corona-Zeiten möglichst sichere Orte sein. Ein weiterer Baustein für mehr Sicherheit sind regelmäßige Selbsttests. Sie sind schnell und einfach durchzuführen und können dabei helfen, Präsenzunterricht in den Schulen möglich zu machen. Die verpflichtende Selbsttestung zu Hause, also vor Antritt des Schulweges, stellt sicher, dass auf dem Schulweg und in der Schule das Risiko einer Ansteckung mit Sars-COV-2 weiter reduziert wird.


Aktuell gilt deshalb:  

  • Alle Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht oder in der Notbetreuung testen sich in der Regel zweimal pro Woche vor Unterrichtsbeginn zu Hause. 
  • Dazu sind sie verpflichtet, die Tests sind nicht freiwillig. 
  • Die Test-Kits erhalten sie in der Schule. Die Schülerinnen und Schüler nehmen sie mit nach Hause und verwenden sie an den Tagen, die die Schule vorgibt. 
  • Die Eltern unterschreiben, dass der Test durchgeführt wurde und dass das Ergebnis negativ war. 
  • Wenn eine Schülerin oder ein Schüler sich nicht zu Hause getestet hat, holt sie/er das in der Schule nach. Das ist dann aber eine absolute Ausnahme. Im Normalfall wird morgens zu Hause getestet. 
  • Wenn das Testergebnis positiv ist, darf der Schüler oder die Schülerin die Schule nicht besuchen, die Schule muss sofort informiert werden. 
  • Die Eltern machen dann einen Termin bei einem Arzt oder einem Testzentrum für einen PCR-Test, um das Ergebnis des Selbsttests überprüfen zu lassen. Nur für den Weg dorthin darf die Wohnung verlassen werden, auch Besuch ist nicht erlaubt.

Häufig gestellte Fragen zur Testung von Schülerinnen und Schülern:

Aus welchem Grund sollen Schülerinnen und Schüler die am Präsenzunterricht teilnehmen, einen Antigen-Selbsttest durchführen?

Die Erweiterung des Infektionsschutzes in Schulen erfordert, dass geeignete Maßnahmen einbezogen werden. Daher ist die Entscheidung der Selbstteststrategie in das Infektionsschutzprogramm für Schulen aufgenommen worden. Der regelmäßige und flächendeckende Einsatz von Laien-Selbsttests ist neben der Einhaltung der AHA + L-Maßnahmen ein wesentlicher und wichtiger Beitrag, um evtl. vorhandene Infektionen mit Sars-COV-2 frühzeitig zu erkennen und die Verbreitung des Virus zu reduzieren.

Welche rechtlichen Grundlagen sind dazu vorhanden?

Die rechtliche Grundlage für die Selbsttestungen in Schulen bildet die Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 (Niedersächsische Corona-Verordnung) sowie die dazu ergangene Rundverfügung Nr. 16/ 2021 für die niedersächsischen Schulen.

Welche Schnelltests werden eingesetzt?

Es handelt sich um Laien-Selbsttests, die eine einfache Anwendung mittels Nasen-Abstrich aus dem vorderen Bereich der Nase ermöglichen. Die Tests sind durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen. Die Einzelheiten sehen Sie auf den Produkten, die Sie von den Schulen erhalten. Bitte folgen Sie bei der Anwendung immer strikt den Herstellerangaben!

Wie bekommen die Kinder und Jugendlichen die Selbsttestkits?

Schülerinnen und Schüler, die sich im Präsenzunterricht oder vor Prüfungen befinden, werden regelmäßig von der zuständigen Schule mit Selbsttestkits versorgt.

Wann und wo sollen die Schülerinnen und Schüler getestet werden?

Die Schule informiert Sie darüber, an welchen Wochentagen die Tests durchgeführt werden. Die Tests sollen an den Präsenztagen durchgeführt werden. Der Zeitpunkt muss immer vor dem Antritt des Schulweges liegen. Dadurch wird durch die Erziehungsberechtigten oder volljährigen Schülerinnen und Schüler sichergestellt, dass niemand mit einer möglichen Corona-Infektion bzw. einem positiven Schnelltestergebnis den Schulweg antritt.

Wer soll die Tests durchführen?

Die ausgelieferten SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltests sind durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ausdrücklich für die Selbstanwendung durch medizinische Laien zugelassen. Je nach Alter, Erfahrungsstand und Hilfebedarf können die Betroffenen die Selbsttestung eigenständig durchführen oder gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten die Testung vornehmen. Bitte folgen Sie bei der Anwendung immer strikt den Herstellerangaben!

Was muss ich nach einem negativen Ergebnis der Selbsttestung tun?

Das negative Ergebnis der Selbsttestung wird von Ihnen in der von Ihrer Schule verfügten Weise dokumentiert (z. B. Liste, Mitteilungsheft, Testkassette in die Schule mitgeben).

Nach dem negativen Selbsttestergebnis kann Ihr Kind oder können Sie wie gewohnt den Präsenzunterricht der Schule besuchen. Dadurch wird sichergestellt, dass keine Person ohne negativen Selbsttest die Schule besucht.

Was muss ich nach einem positiven Selbsttestergebnis veranlassen?

Informieren Sie bitte umgehend auf dem üblichen Weg die Schule bzw. Schulleitung von dem positiven Testergebnis. Ein positives Testergebnis in einem Schnelltest gilt als Infektionsverdacht und sollte mit einem Corona PCR-Test abgeklärt werden. Hierzu erhalten Sie eine Bescheinigung (meist per Mail) von der Schule, um eine kostenfreie PCR-Testung in einem Testzentrum oder bei Ihrem Hausarzt in Anspruch zu nehmen. Bitte vereinbaren Sie einen Termin für die PCR-Testung und nehmen die Bescheinigung mit.

Hinweis: Die Schule wird das positive Ergebnis des Schnelltests an das Gesundheitsamt übermitteln.

Muss ich das Ergebnis der Nachtestung der Schule mitteilen?

Fällt das Ergebnis des PCR- Test beim Hausarzt oder im Schnelltestzentrum NEGATIV aus, erhalten Sie darüber eine Bescheinigung. Unter Vorlage dieser Bescheinigung in der Schule kann Ihr Kind bzw. können Sie wieder ab sofort am Präsenzunterricht teilnehmen.

Sollte der nächste Präsenztag länger als 24 Stunden in der Zukunft liegen, ist es erforderlich den nächsten Selbsttest (der von der Schule gestellt wurde) vor dem anstehenden Präsenztag zu Hause durchzuführen.

Was muss ich tun, wenn der PCR-Test POSITIV ausfällt?

Das Testergebnis wird vom Hausarzt oder dem Testzentrum dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. Von dort erhalten Sie für Ihr Kind und für sich weitere Anordnungen zur Quarantäne. Den Anordnungen des Gesundheitsamtes müssen Sie Folge leisten. Informieren Sie bitte zudem die zuständige Schule über das positive PCR-Testergebnis. Damit erleichtern Sie die Kontaktnachverfolgung (Bestimmung der engen Kontaktperson) und leisten einen wichtigen Beitrag zum Infektionsschutz.

Mein Kind kann keinen Selbsttest durchführen, da es ein Handicap hat. Was soll ich tun um den Schulbesuch sicherzustellen?

Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Schule auf. Im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus soll eine für den Einzelfall passende Lösung vereinbart werden. Hierzu sind u.U. auch medizinische Stellungnahmen der behandelnden Ärzte für Ihr Kind einzuholen. Ziel muss in allen Fällen die Sicherstellung des Infektionsschutzes und die Ermöglichung des Schulbesuches sein.

Meine Schule hat keine Selbsttestkits erhalten – fällt dann der Präsenzunterricht aus?

Sollte Ihre Schule für die Schülerinnen und Schüler keine Selbsttestkits (z.B. Lieferschwierigkeiten pp) verfügbar haben, findet der Präsenzunterricht wie üblich unter Einhaltung der anderen Infektionsschutzmaßnahmen AHA + L Regelung statt. Sobald Selbsttestkits wieder verfügbar sind, wird die verpflichtende Selbstteststrategie zu Hause fortgesetzt.

Dürfen Lehrkräfte bei der Nachtestung in den Schulen den Schülerinnen und Schülern bei der Durchführung helfen?

Schülerinnen und Schüler können die Nachtestung unter Anleitung von Lehrkräften durchführen. Hierfür muss allerdings eine von den Erziehungsberechtigten unterschriebene Einwilligung in der Schule vorliegen. Dies gilt insbesondere wenn auch bei der Probenentnahme eine Hilfestellung erfolgen soll.

Antigentests spiegeln nur eine Momentaufnahme wieder, die nach allgemeinen medizinischen Standards nur eine mehrstündige Gültigkeit (i. d. R. 6 Stunden) aufweisen. Warum werden diese für Schülerinnen und Schüler zugelassen?

Ein Corona-Test ist immer nur eine Momentaufnahme und die zweimalige Testung pro Woche bietet keinen absoluten Schutz vor einer Weiterverbreitung des Virus. Neben den Regelungen wie Präsenzunterricht im Wechselmodell in reduzierter Klassenstärke, Lüften nach dem Lüftungskonzept 20-5-20, Mund-Nasen-Schutz, allgemeine Hygiene- und Abstandsregeln wird durch die Verpflichtung von zwei Selbsttests pro Woche das Schutzniveau an den Schulen aber noch einmal signifikant erhöht. Die anderen Schutzmaßnahmen dürfen auch bei regelmäßigen Testungen nicht wegfallen.

Berufstätigen Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, ist es nur eingeschränkt möglich, morgens vor Schulbeginn eine Bestätigung zu unterzeichnen. Sie möchten daher die Tests bereits am Vortag durchführen. Ist das möglich?

Wenn im Ausnahmefall (!) der Selbsttest nicht morgens vor Unterrichtsbeginn durchgeführt werden kann, kann auch am Vorabend der Test durchgeführt werden.

Was passiert, wenn das Testergebnis am Morgen vor Unterrichtsbeginn ein negatives Ergebnis aufweist, nachträglich aber bei Abgabe des Testkits in der Schule ein positives Ergebnis angezeigt wird (laut Herstellerangaben nicht ausgeschlossen)?

Wenn sich das Testergebnis nachträglich geändert hat, kann in der Schule nachgetestet werden. Das Einsammeln der Testkits in der Schule dient jedoch nicht der Kontrolle des Testergebnisses, sondern kann als Nachweis dafür genutzt werden, dass überhaupt eine Testung durchgeführt wurde.

Dürfen Eltern für ihre Kinder auch einen selbst beschafften Lolly- oder Spucktest verwenden?

Ja, der Test muss allerdings auf der durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen und auf der Website https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html gelistet sein.

Hat ein Positiv-Ergebnis bei einem Laienselbsttest Einfluss auf den Inzidenzwert der Kommune?

Nein. Für die Inzidenzwerte zählen nur bestätigte PCR-Tests.

Wie ist mit Testungen vor Klausuren und Klassenarbeiten umzugehen?

Die Ablegung von schriftlichen Arbeiten, Abschluss- und Abiturarbeiten ist von der Nachweispflicht eines negativen Testes ausgenommen. Schülerinnen und Schüler, die der Nachweispflicht nicht nachkommen, haben nach Beendigung der schriftlichen Arbeit das Schulgelände wieder zu verlassen.



Informationsstand dieser Seite: 06.05.2021; Informationen oder Änderungen nach diesem Datum sind noch nicht berücksichtigt!