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Datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement

Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat in seinem Leitbild formuliert: “Mit unseren vielfältigen, qualitativ hochwertigen und gut erreichbaren Bildungseinrichtungen ermöglichen wir allen Menschen individuelle Bildungswege“. Damit  sind unter der Zielvorstellung der Erhöhung der Chancengerechtigkeit formale und nicht formale Lernorte und das Lernen im Lebenslauf an allen Stellen der Bildungsbiographie im Blick. Wir möchten die Bildungsbeteiligung der Bürgerinnen und Bürger kontinuierlich erhöhen und die Qualität der Bildungsangebote sichern.

Bildung ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe sowie die individuelle, die soziale und ökonomische Entwicklung einer Gesellschaft. Die Kreise und kreisfreien Städte übernehmen dabei immer mehr Verantwortung, um geltende Rahmenbedingungen für Bildung und ein lebenslanges Lernen nachhaltig zu gestalten und zu verbessern. Zur Sicherung der Chance auf Bildungsgerechtigkeit ist somit primäres Ziel des Landkreises, die Bildungsteilhabe und -qualität unter dem Konzept der Bildungsregion dauerhaft zu erhöhen und zu sichern. Schwerpunkte liegen derzeit bei den Themen:

  • Frühkindliche Bildung
  • Übergang Schule-Beruf
  • Bildung für Neuzugewanderte
  • Schulabsentismus
  • Bündnis gegen Kinder- und Jugendarmut

Bildung als übergreifende Querschnittsaufgabe bedarf weiterer Steuerungsstrukturen zur nachhaltigen Verbesserung der internen und externen Zusammenarbeit von bildungsrelevanten Akteuren sowie die Fundierung auf aussagekräftige Datenbestände zur Ableitung eines bedarfsgerechten Bildungsangebotes. Um dieses Ziel zu erreichen, soll mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Projektes „Bildung integriert“ die Bildungsregion Hameln-Pyrmont weiterentwickelt werden. In diesem Zusammenhang wurde im Landkreis ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DKBM) eingerichtet, das seit dem 15.07.2019 organisatorisch im Amt für Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt angesiedelt ist. Der Landkreis Hameln-Pyrmont möchte zur Bestandsanalyse, Bedarfsanalyse, Entscheidungshilfe und damit zur datenbasierten Steuerung von Bildungsprozessen ein einheitliches ressortübergreifendenes Bildungsmonitoring erarbeiten. Dabei soll der Zugang zu statistischen Daten zentral erfolgen. 

Um die aus dem Monitoring gewonnenen Erkenntnisse erfolgreich als  Entscheidungsgrundlage für gezielte Förderung von Bildungsprozessen einsetzen zu können, soll zusätzlich ein Bildungsmanagement eingerichtet werden. Aufgabe des Bildungsmanagements wird es sein, Handlungsempfehlungen und –strategien zu entwickeln, um die Strukturen für ein ganzheitliches Bildungswesen aufzubauen, in deren Mittelpunkt die Menschen und ihre Bildungsbiographien stehen.

Mit der Entwicklung des Bildungsmanagements soll aktiv am Ausbau der Bildungsregion mitgewirkt und eine Grundlage für strategische Entscheidungen gelegt werden. In gemeinsamer Arbeit sollen die lokalen Bildungsangebote auf die konkreten Bedürfnisse der Menschen vor Ort ausgerichtet werden. Mit Einsatz wird es uns gelingen, die Herausforderung, vorhandene Strukturen und Bildungsangebote für lebenslanges Lernen vor Ort aufeinander abzustimmen, zu verzahnen und weiterzuentwickeln.